Alles anzeigenDa hättest ja mal vorgerechnet wie viele zigtausende Euros ihr mit dem i3 BMW Windei verbrannt habt.
1. eine alte Kiste mit LPG, kostet mich in der Anschaffung alleine einen Bruchteil dessen was eine E-Kiste in paar Wochen allein an Wertverlust hat. Da kommen selbst die "Worst Case" Kosten bei meinem Grandland nicht mit.
2. Reparierbarkeit.
Parkrempler bei nem billigen Renault Zoe wird schneller wirtschaftlicher Totalschaden als das Ding fährt.
3. Elektroauto ist teuerste Luxusalternative zum Fahrrad, wenn für 15-18 kwH an der öffentlichen Ladestation dann 12-18€ lassen soll kann man auch weiter V6 fahren.
Die meisten Leute, die Elektroautos fahren, haben gar keine echten Kilometerleistungen oder Langstrecken-Anforderungen – das sind in der Regel "Jubelperser" - die sich ihre Solaranlage auf dem Dach rausrechnen und die froh sind wenn das eine Mal im Jahr nicht beim Händler 500€ für den Ölwechsel zahlen müssen während ich halt ein Fass in der Werkstatt stehen habe.
Wenn Deutschland mal das mit der Kaltfusion auf der Reihe hat, oder die gerade gesprengten kühltürme wieder stehen, und in den Elektrokisten genormte Zellmodule stecken, dann vielleicht. Aber was bringt mir zigtausende Euros in nem Plastikbomber zu versenken der nicht mehr Halbwertszeit als ein paar Schuhe hat?
Schade, dass du solche Themen nicht sachlich diskutieren kannst.
Du bist eine 'Institution' in diesem Forum und ich habe zu technischen Themen viel von dir gelernt, aber mit deinen pauschalen und polemischen Hieben zum Thema Elektromobilität ruinierst du deinen guten Ruf immer wieder selbst.
Ich habe gar nicht die Ambition, dich umzustimmen, sondern nur bemerkt, dass deine bisher hier geschilderten Verbrenner-Erfahrungen im Widerspruch zu deiner Gasanlagen-Absicht stehen. Und darauf hingewiesen, dass es mit Elektrofahrzeugen die meisten von dir beklagten Probleme schon konstruktionsbedingt nicht geben kann.
Natürlich kannst du machen, was du willst, aber wenn du solche Widersprüche hier mitteilst, musst du damit rechnen, dass sie adressiert werden.
Für gute Gründe hat hier bestimmt jeder Verständnis, jedenfalls kann ich das für mich behaupten.
Dein im Zitat vorgetragener Rundumschlag lässt aber keine guten Gründe erkennen. Einiges darin ist objektiv falsch und der Rest muss relativiert werden.
Tatsächlich war der i3 zwar damals wohl keine glückliche Wahl, aber 'zigtausende Euros' sind damit von uns nicht verbrannt worden. Ich selbst habe damit keinen Cent verloren, denn das Auto hat mir nicht gehört, sondern ich hatte es nur als fahrbaren Untersatz zur Verfügung um damit als Führerscheinneuling erste Fahrpraxis sammeln zu können. Auch Katy hat nicht wirklich 'draufgezahlt', denn sie hatte das Auto ja von ihrer Mama zum erfolgreich bestandenen Abitur geschenkt bekommen. Am Ende hat sie ja sogar noch ein bisschen was beim Kauf ihres Cayennes dafür herausbekommen.
Der i3 war im Übrigen ein Fahrzeug der ersten Generation dieses Typs, wir vermuten sogar, dass es ein Vorserienfahrzeug war. Inzwischen hat sich in Akku-, Lade- und Motortechnik, sowie auch bei der spezifischen Softwareentwicklung sehr viel getan. Heute aktuelle Fahrzeuge kann man damit nicht mehr seriös vergleichen.
Vielleicht haben wir das Auto zu lange behalten, vielleicht war es falsch, es nicht auf eine Auseinandersetzung mit BMW ankommen zu lassen, letztendlich ist das Schnee von gestern.
Heute ist der gesamte Fuhrpark in Katys Firma - drei Opel Combos, ein Opel Vivano und Katys Taycan - auf Elektrofahrzeuge ausgerichtet. Betriebswirtschaftlich war das eine erfolgreiche Maßnahme, die - nicht nur in Verbindung mit den eigenen Photovoltaikdächern und den eigenen Stromspeichern - täglich bares Geld einspart.
Mein GLX und der Cayenne, den Katy an ihre Mama weitergereicht hat, haben als Hybriden zwar auch noch Verbrennermotoren, aber beide Fahrzeuge gehören nicht zur Firmenflotte sondern laufen als Privatwagen. Mein GLX fährt dabei im Alltag fast ausschließlich elektrisch.
Katy ist wesentlich mehr unterwegs als ich und hat mit dem Cayenne in vier Jahren fast 140.000 km zurückgelegt, was sich mit dem vollelektrischen Taycan nicht spektakulär ändern wird. Sie hat seit Anfang Februar schon fast 7.000 km auf dem Zähler und widerlegt damit täglich deine These, E-Fahrzeuge seien für Vielfahrer ungeeignet.
Der Wertverlust betrifft alle Autos, die einen mehr, die anderen weniger. Wenn du ein Auto lange fahren willst, kann dir der Wertverlust außerdem egal sein.
Was die Reparaturfreundlichkeit angeht, mag der Renault Zoe - vielleicht - ein schlechtes Beispiel sein, aber es gibt ja inzwischen eine Vielzahl von Alternativen. Dass Verbrennerfahrzeuge grundsätzlich reparaturfreundlicher sind als E-Autos bezweifle ich. Die Reparaturkosten von Parkremplerschäden stehen in keinem für mich offensichtlich erkennbaren Zusammenhang mit dem Antriebssystem.
Dass an öffentlichen Ladesäulen ebenso abgezockt wird wie an Tankstellen mag in vielen Fällen tatsächlich so sein. Da muss man halt flexibel sein und Preise vergleichen.
In der Gesamtschau, fährt man mit Strom aber auf Dauer günstiger, insbesondere dann, wenn man den Strom selbst erzeugt und speichert und alle Fördertöpfe ausnutzt.
Soweit ich weiß, wird das Lagern von Ölfässern in der Werkstatt nicht staatlich gefördert ...
Ich tanke den Strom für meinen GLX dank Glückes Geschick fast immer ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. Müsste ich die Akkuladungen zu einem normalen Hausstromtarif bezahlen, würde es sich bei meiner Fahrweise erst dann lohnen den Benziner anzuwerfen, wenn der Sprit weniger als 80 Ct. pro Liter kosten würde.
Und um nun den Bogen zurück zum eigentlichen Thema dieses Threads zu schlagen: Mein GLX-H2 ist ein tolles, komfortables und in Haltung und Betrieb kostengünstiges Fahrzeug. Ich habe nicht die Absicht, mich davon zu trennen, aber wenn es irgendwann so weit ist, dann kommt für mich - auch aus anderen als wirtschaftlichen Gründen - nur noch ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug in Betracht.
Aber das ist meine persönliche Entscheidung, die jeder für sich gerne auch anders treffen kann.
Grüßle, Sami 🌈🕊️