Wenn wir langfristig Interesse an unseren westlichen Demokratien haben, sollten wir wertebasiert kaufen und nicht bei Diktaturen oder despotischen Regimes.
Für mich sind daher russische, chinesische, türkische und derzeit amerikanische Fahrzeuge nicht im Fokus.
Das ist eine moralisch vorbildliche, aber - leider und nicht nur bei Autos - unrealistische Einstellung.
Bei allem was 'Elektronik' enthält, geht es ohne China nicht, und bei allem was Software, Internet, Cloudspeicher usw., kommen wir an den USA nicht vorbei.
Durch die vielfältigen globalen Kooperationen - eigentlich eine gute, von der Idee her Frieden schaffende Sache, die nur leider immer mehr als Machtinstrument missbraucht wird - ist es außerdem praktisch unmöglich, nur nach den eigenen Moralvorstellungen einzukaufen, zumal viele dieser Kooperationen gar nicht offensichtlich erkennbar sind.
Das gilt trotz der internationalen Sanktionen sicherlich auch für Russland.
Die Welt ist schlecht und die europäische Industrie war lange im Tiefschlaf.
Wenn sie von autokratisch regierten Ländern inzwischen überholt und sogar abgehängt wurde, ist das moralisch bedauerlich, aber - mangels Alternativen zumindest vorläufig - hinzunehmen.
Wer ein chinesisches Auto - oder Handy - kauft, muss deswegen - finde ich - kein schlechtes Gewissen haben. Das schlechte Gewissen sollten die Politiker haben, die diese Entwicklung zugelassen haben und immer noch fördern (z. B. 'Aus-vom-Verbrenner-Aus' usw.). Ich bezweifle aber, dass diese Politiker deswegen schlecht schlafen ...
Aber Politik ist ja in diesem Forum ein verbotenes Thema, daher ... 
Grüßle, Sami 🌈🕊️