Nun ist meine Frage wenn der Akku zu 0% leer ist. wieviele km müsste man im Sportmodus fahren bis er wieder !00% geladen ist und man dann wieder seine 50-60 km rein elektrisch fahren könnte.
Obwohl ich ja zu den Glücklichen gehöre, die (beinahe) alle Akku-Ladungen kostenfrei bekommen, habe ich mich schon ein paarmal mit der eSave-Funktion beschäftigt, einfach deshalb, weil es mich auch interessiert hat.
Grundsätzlich ist natürlich festzustellen, dass die optimale und wirtschaftlichste Voraussetzung zum Aufladen die Wall-Box zuhause und/oder bei der Arbeitsstelle ist.
Sich ein Elektro- oder Hybrid-Fahrzeug anzuschaffen, ohne diese Option wenigstens in absehbarer Zeit nutzen zu können, ist wirtschaftlich nicht zu begründen. Das ist dann einfach Idealismus. Jeder von uns macht immer wieder Dinge, die wirtschaftlich nicht begründet werden können. Rauchen, zum Beispiel. Oder Schuhe kaufen, die man dann nicht anzieht, sondern nur in die Vitrine stellt.
Was den GLX angeht kann ich sagen, dass die eSave-Funktion im Vergleich zur - ohne eigene Wall-Box ja ausschließlichen - Alternative zur Nutzung von (kostenpflichtigen) öffentlichen Ladestationen durchaus sinnvoll und im Vergleich damit auch wirtschaftlich konkurrenzfähig ist. Wenn man also ein solches Auto z. B. geerbt, in der Lotterie gewonnen oder in der sicheren Erwartung, in absehbar kurzer Zeit eine Wall-Box nutzen zu können angeschafft hat (oder eben aus Idealismus), muss man nicht verzweifeln und kann sich mit eSave gut helfen.
Das gilt insbesondere deshalb, weil die Aufladung per sSave vergleichsweise schnell möglich ist und wenn man sie auf ohnehin geplanten Fahrstrecken nutzt - also nicht nur herumfährt um den Akku aufzuladen.
Meine ersten Tests dazu habe ich in diesem Posting RE: Laden mit 400V Adapter beschrieben.
Weitere Ergebnisse habe ich dann im Posting RE: Opel Grandland X Hybrid 4 Erfahrungen - Probleme und Fragen , sowie in den Beiträgen #554, #558 und #563 im gleichen Thread mitgeteilt. Natürlich haben sich die Benzinpreise seitdem geändert, aber das gilt ja vielfach auch für die Strompreise, so dass eine Neukalkulation mit aktuellen Preisen vermutlich nicht zu spektakulär ungünstigeren Ergebnissen käme.
Auf unserer Italienreise habe ich die eSave-Funktion auch im Langstreckenbetrieb genutzt. Natürlich nicht unter Laborbedingungen, aber nach meinem Eindruck hat die Funktion keinen Einfluss auf den Gesamtbenzinverbrauch. Der durch den Ladevorgang zunächst mehr verbrauchten Sprit spart man ja weitgehend wieder ein, wenn man den aufgeladenen Akku wieder leer fährt.
Die oben erwähnten Tests sind ja schon ein paar Monate her und die zwischenzeitlich zum Thema eSave zusätzlich gewonnenen Erkenntnisse lassen sich wie folgt kurz zusammenfassen:
- eSave funktioniert (für mich überraschend) schneller bei niedrigen Geschwindigkeiten; so reichen mir im Stadtverkehr manchmal schon 50 bis 60 km um einen leeren Akku aufzuladen.
Bei höherem Tempo auf der Autobahn sind dafür Strecken von 100 km oder mehr nötig.
- eSave lädt den Akku (nach meinem Eindruck) nie ganz voll. Diesen Eindruck erhalte ich nicht nur aus der geringeren Reichweitenprognose im Infodisplay, sondern auch aus der Kapazitätsangabe in der von mir genutzten Tronity-App, in der ich ich es - im Gegensatz zum Aufladen am Kabel - mit eSave noch nie geschafft habe, durch eSave die Füllstandsanzeige auf 100% zu bringen. Das kann allerdings daran liegen, dass ich spätestens dann wieder auf Hybrid- bzw. Elektro-Fahrmodus umschalte, wenn ich sehe, dass die analoge Kapazitätsanzeige im Fahrzeug am oberen Anschlag angekommen ist.
Ich nutze eSave auf längeren Fahrten regelmäßig. Mir ist hier im Forum mehrfach versichert worden, dass die 'Turbo-Ladung' den Akku nicht schädigen kann und ich vertraue darauf, dass diese Auskunft zutrifft.
Kostenlos nutzbare öffentliche Ladestationen gibt es noch, sie werden aber immer weniger ... außerdem sind sie in der Regel bereits besetzt. Im Düsseldorfer Innenstadtbereich ist inzwischen auch die Zeit vorbei, in denen man hoffen konnte, an einer öffentlichen Ladesäule wenigstens garantiert ein Parkplatz zu bekommen. Die Zahl der eFahrzeuge hat einfach kräftig zugenommen und der Ausbau der Lade-Infrastruktur hält damit nicht Schritt.
Die Aufladedauer hängt vom OBC und von der Ladesäule ab. Mit dem 7,4kW-Lader und an einer Säule, die auch damit lädt (was nicht immer der Fall ist), wäre (m)ein komplett leerer Akku in gut zwei Stunden wieder voll.
Mit dem 3,7kW-Lader dauert es (schätzungsweise) dann eben doppelt so lange. Interessant ist, dass der Lader bei eSave keine Rolle spielen soll - das wurde mir hier im Forum jedenfalls so erklärt. Das heißt, egal welcher Lader eingebaut ist, das Aufladen per eSave dauert bei beiden Alternativen gleich lange.
Wenn du keine Perspektive auf eine Wall-Box hast, empfehle ich dir - rein wirtschaftlich betrachtet - von der Anschaffung eines Hybrid- bzw. Elektrofahrzeuges abzusehen.
Wenn dir so ein Auto aber irgendwie in den Schoß fällt, bietet dir die eSave-Funktion eine komfortable und schnelle Möglichkeit zum Aufladen.
Grüßle, Sami 🕊️