Beiträge von Samina

    Zum Thema Rundfunkbeitrag sei nur gesagt, dass gerichtlich geklärt werden musste, ob es sich hierbei um eine Steuer handelt. Das Resultat ist in der Steuerrechtswissenschaft kaum akzeptabel, da es sich nicht in die vom BVerfG selbst entwickelte Systematik des Abgabenrechts einfügt.

    Ich fürchte, ich muss da nochmal besserwisserisch widersprechen ...


    Die Abgrenzung zwischen Steuern und Beiträgen ist wirklich ganz einfach.

    Der wichtigste Unterschied zwischen Steuern und Beiträgen ist, dass Steuern grundsätzlich in den allgemeinen Staatshaushalt fließen und politisch verteilt werden.

    Beiträge, auch gesetzlich geregelte Zwangsbeiträge wie der Rundfunkbeitrag, sind dagegen vollständig zweckgebunden und dürfen nur für den jeweiligen Zweck, hier also zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verwendet werden.


    Die diesbezügliche Rechtsprechung dazu ist verfassungs- und steuerrechtlich einschlägig.

    Wenn tatsächlich jemand gemeint hat, das nochmal gerichtlich klären lassen zu müssen, war die Klage jedenfalls überflüssig und ohne jede Aussicht auf Erfolg.

    Die beitragsbasierte Finanzierung ist grundgesetzlich abgesichert; das Bundesverfassungsgericht leitet sie vor allem aus der Rundfunkfreiheit (Art. 5 GG) ab, insbesondere aus dem Prinzip der Staatsferne und der funktionsgerechten Finanzierung. Verfassungsrechtlich ist das - gerade beim Rundfunkbeitrag - also unbedingt gewollt und geregelt, denn diese Konstruktion soll die staatsferne Finanzierung sichern und politische Einflussnahme begrenzen.


    Das Kosten von der Steuer abgesetzt werden können, macht diese Kosten nicht automatisch selbst zu Steuern. Das dürfte (nicht nur) einem Bachelor und Master mit Großer Staatsprüfung ohne weitere Erläuterung einleuchten und bedarf daher keiner weiteren Erklärung.


    Es tut mir leid, wenn ich hier arrogant erscheine, aber ich richte mich halt in meinen Antworten an den Eindrücken aus, die mir die geposteten Texte vermitteln. Wenn ich dabei mal jemanden verletzten sollte, passiert das immer unabsichtlich und ich bitte selbstverständlich um Entschuldigung. Wenn hier aber Unsinn gepostet wird, darf ich das auch Unsinn nennen. Von Groß-Staatsgeprüften-Bachelor-Mastern darf man verlangen, dass sie sich vor einem Posting überlegen, was sie schreiben. Anderenfalls müssen sie die Kritik daran aushalten können.

    Wenn ich Fehler in Beiträgen aufgreife und kritisiere mache ich das nur, um das Forum vor dem Vorwurf der Weiterverbreitung von Falschmeldungen zu schützen. Es gibt immer Leser, die ungeprüft solche Meldungen übernehmen und darauf vertrauen, dass sie zutreffend sind. Sind sie das nicht und mir fällt das auf, melde ich mich entsprechend zu Wort.


    Da die Diskussion ins OT zu laufen scheint, schlage ich vor, eine eventuelle weitere Vertiefung in die Plauderecke zu verlegen, z. B. an den Stammtisch oder die Klagemauer. Von meiner Seite ist aber eigentlich alles gesagt, so dass wir den OT-Teil der Debatte hier auch abschließen und zum eigentlichen Thema zurückkehren könnten.


    Grüßle, Sami 🌈 🕊️

    Der Clickbait-Artikel entspricht ja den typisch verdrehten Informationen, die man häufiger im steuerbezahlten Fernsehen zu Gesicht bekommt.

    Diese Feststellung ist schon deshalb nicht richtig, weil es in Deutschland kein 'steuerbezahltes Fernsehen' gibt.

    Die öffentlich-rechtlichen Rundfunk. und Fernsehsender sind vielmehr beitragsfinanziert, was ein wesentlicher und wichtiger Unterschied ist.

    Einmal schreiben sie von "Elektromodus", dann von ""überwiegend elektrischen" Modus ("Entlademodus")". Überwiegender Elektomodus ist Hybrid und nicht rein elektrisch.

    Wie die Fahrmodi der im Startbeitrag geposteten Tagesschau-Meldung definiert sind, kann man sich in der Studie genau ansehen. Die Studie ist in dem Artikel verlinkt und kann vollständig eingesehen werden.

    Es handelt sich dabei allerdings um eine wissenschaftliche Ausarbeitung und nicht um eine leichte Bettlektüre. Wer Probleme damit hat, die relativ überschaubare Differenz zwischen beitrags- und steuerfinanziertem Rundfunk zu erkennen, könnte beim verständigen Lesen einer wissenschaftlichen Studie möglicherweise vor einer größeren Herausforderung stehen.


    Ich hab mir die Studie mal etwas genauer angesehen und halte es für angebracht, auf die nachfolgenden Punkte besonders hinzuweisen:


    - Die Studie ist keine Opel-Grandland-Studie und noch nicht einmal eine Opel-Studie.

    Wie bereits in einem früheren Beitrag gepostet, liegt der Anteil an Opel-Fahrzeugen bei weniger als einem Prozent. Wie viele davon Grandlands sind, kann man der Studie nicht entnehmen.


    - In die Auswertung einbezogen wurden 980.754 PHEV-Fahrzeugen aus 1.422 Modellreihen von 30 verschiedenen Herstellern. Die stark vereinfacht dargestellten Ergebnisse in der Tagesschau--Meldung beziehen sich auf die gesamte untersuchte Flotte und stellt deren Durchschnittswerte dar, die - selbstverständlich- nicht sachgerecht auf das eigene Fahrzeug herunter projiziert werden können.

    Was in der Meldung fehlt, ist ein deutlicher Hinweis darauf. In der Studie selbst wird dies klar benannt und auch klar - wesentlich klarer als in der verkürzten Meldung - darauf hingewiesen, dass es zwischen den einzelnen Herstellern erhebliche Unterschiede gibt.


    - Die zahlreichen In der Studie enthaltenen Diagramme und Tabellen zeigen die Ergebnisse der Datenanalyse auch auf die einzelnen Hersteller bezogen an. Es lässt sich daraus z. B. für Opel entnehmen, dass die Differenz zwischen den WTLP-Test-Verbräuchen und den realen Verbräuchen vergleichsweise gering ist und dass auch keine spektakulären Ausreißer beobachtet wurden. Einige andere Hersteller schneiden da deutlich schlechter ab.


    - Die Betriebsmodi wurden in der Studie so bezeichnet, wie es die dafür geltende EU-Verordnung vorschreibt. Die genauen Einzelheiten und die entsprechenden Grundlagen sind in der Studie ausführlich beschrieben. Der Begriff 'Entlademodus' (Charge-depleting operating condition – CD-Mode) ist nach der maßgeblichen Verordnung nicht mit dem 'rein elektrischen Fahrmodus' (All-electric operating condition – AE-Mode) gleichzusetzen. Auch die CD- und AE-Reichweiten sind nicht begriffsidentisch.


    - Ziel der Studie war eine Aussage zu den Fragen, inwieweit WLTP-Test- und Real-Verbräuche miteinander korrespondieren und ob ggf. für die Zukunft eine Anpassung einzelner Testfaktoren angezeigt ist.

    Das Ergebnis der Studie ist vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung zu reflektieren. Die Tagesschau-Meldung lässt eine solche Reflektion vermissen. Sie ist daher zurecht zu kritisieren, die Studie und ihre Ergebnisse sind es aber nicht.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    Hallo. Hat denn schon jemand mit dem Ablagefach unter der Heizungsbedienung Probleme gehabt. Jene wo die USB Buchse drin ist. Meine Klappe bleibt nicht mehr zu.

    Dazu gibt es einen Thread, in dem man sich die Klappenmechanik und ihre Funktionsweise anschauen kann.

    Skorpion411 hat dazu netterweise Fotos und ein sehr anschauliches YouTube-Video eingestellt.

    Kuckst du hier:

    Die Haltemechanik befindet sich auf der Fahrerseite.

    Wenn etwas abgebrochen ist, hilft wahrscheinlich nur ein Austausch.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    Wie Oli vorstehend schon gepostet hat, gibt es mehrere Sicherungskästen im GLX und die Beschreibung im Betriebshandbuch passt in vielen Fällen auf keinen davon.

    Wenn du dazu mehr wissen möchtest, kannst du mit der Suchfunktion ja mal nach 'Sicherungen' und/oder 'Sicherungskasten' suchen.

    Wenn es wirklich an einer Sicherung liegt, hilft dir vermutlich tatsächlich nur die 'Try-and-error'-Methode. Viel Glück ...


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    Super Qualitätssicherung bei Stellantis. Dann kann ich ja lange probieren.

    Gehen die älteren Versionen wenigstens noch? Ich brauche nicht die neueste, aber das uralte Zeug bei mir ist von den Optionen ja der letzte Mist.

    Firmware-Updates haben - wenn überhaupt - in der Vergangenheit am User-Interface immer nur geringfügige optische Veränderungen enthalten. Alles andere hat sich nur 'unter der Haube' abgespielt. Deine Hoffnung auf Verbesserungen an der Menüführung oder auf neue Optionen sind also unbegründet. Da hat sich nichts getan. Damit musst du dich final abfinden, denn für unsere Geräte werden keine Firmware-Updates mehr kommen.

    Ob es noch Updates für die Navigationskarten geben wird, müssen wir abwarten. Think positive ...


    Uraltes Zeug muss übrigens nicht zwangsläufig der letzte Mist sein ... 😉


    Grüßle, Sami 🕊️ 🌈

    Nur leider gibt es seit über einem Jahre keine Updates mehr. Zuvor gab es zweimal im Jahr Navi Update.

    So haltet man keine Kunden und nicht jeder kauft sich alle 6 Jahre ein neues Auto damit man am Ball bleibt. Von mir bekommt opel deshalb minus Punkte

    Die Updates für die Karten kommen nicht von Opel, sondern von TomTom.

    Wer letztlich dafür verantwortlich ist, dass es zuletzt keine neuen Karten mehr gab, haben wir bisher hier nicht herausfinden können.

    TomTom aktualisiert Karten für ältere Geräte an sich zuverlässig und regelmäßig. Ob Opel ggf. Lizenzgebühren spart indem die NAV-Geräte nicht mehr gepflegt werden, ist bisher weder bestätigt noch dementiert worden.

    Eine Anfrage beim Kundendienst, mit der ich erfragen wollte, ob überhaupt noch mit Updates gerechnet werden kann, wurde ohne konkrete Aussage mit nichtssagenden Floskeln beantwortet.

    Minuspunkte für schlechten Opel-Kundenservice sind also berechtigt. Wer die Minuspunkte für die ausbleibenden Updates verdient, ist offen ...


    Grüßle, Sami 🌈 🕊️

    tja, womöglich ist es eben daher nur das bekannte phänomen, was schon vor jahren durch die gazetten ging. Firmen-PHEV und ihre ungenutzt, original-verpackten Ladekabel...

    Das kann auch daran liegen, dass man eine Wallbox bzw. Ladestation mit Kabel, oder ein zusätzliches Kabel zur Nutzung an öffentlichen Ladestationen hat.

    Mein 'Serien-Ladeziegel-Kabel' habe ich bishet auch nur einmal während einer Urlaubswoche an der Nordsee benutzt. Das ginge beim Gebrauchtwagenhändler auch als 'neuwertig' durch.

    Man sollte nicht immer direkt das Schlimmste denken ...


    Grüßle, Sami 🌈 🕊️

    Mir erscheint der eingangs verlinkte Beitrag sehr suspekt und die Erwähnung der DUH im Beitrag macht daran nichts besser.

    Unglaublich, dass sich die Tagesschau an solchen unqualifizierten Hetzjagden beteiligt.

    Was die verlinkte Meldung im Start-Thread betrifft teile ich deine Meinung, und dass die Tagesschau das so ungefiltert übernimmt, entspricht normalerweise nicht ihrem Niveau.

    Der Bericht ist reißerisch formuliert und fasst die Ergebnisse der Studie als effektheischende Panikmache zusammen, ohne auf wichtige Einzelheiten einzugehen.


    Die Studie selbst muss man aber differenzierter sehen. Die daran beteiligten Institute gehören allesamt zu den relevanten Akteuren für angewandte wissenschaftliche Forschung und Beratung in Deutschland, insbesondere in den Feldern Energie, Klima, Umwelt, Wirtschaft und Politik. Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Öko-Institut zählen unter ihnen zu den am breitesten anerkannten Einrichtungen mit großer Sichtbarkeit in Wissenschaft und Politik. Prognos hat sich über Jahrzehnte als starker Daten- und Analysepartner etabliert, während ifeu, IREES und GWS wichtige spezialisierte Beiträge leisten.

    Die DUH hat die Studie nur kommentiert und war an der Ausarbeitung nicht beteiligt.


    Ich würde mich gerne näher damit beschäftigen, weiß aber nicht, ob und ggf. wann ich dazu wirklich komme.

    Immerhin habe ich in einer ersten Durchsicht eine - für die Opel-Fraktion - beruhigende Information gefunden: von den in die Studie eingeflossenen insgesamt 980.754 Fahrzeugen hatten nämlich nur 9.004 - ca. 0,9% - den Blitz im Markenzeichen. Wesentlich geprägt - mit einem Gesamtanteil von ca. 50% . wurde die Studie durch die Fahrzeuge von Mercedes-Benz (ca. 23,9%), Volvo (ca. 16,6%) und BMW (ca. 11,0%).

    Nach meiner Einschätzung sind das die bevorzugten Firmenwagen-Marken, bei denen die Fahrprofile für die Anschaffung nur eine untergeordnete Rolle spielen.

    Private Käufer achten darauf sorgfältiger und erreichen dann auch entsprechend akzeptable Verbrauchswerte.

    Im Übrigen erinnere ich daran, dass die in den Hochglanzprospekten Verbrauchswerte von Fahrzeugen aller Antriebsarten ja oft mit den Erfahrungen der Praxis nicht übereinstimmen.


    Dass es durchaus vorkommt, dass ein Hersteller für seine (Hybrid-)Fahrzeuge mit zweifelhaften Attributen wirbt (bzw. geworben hat), habe ich ja damals auch hier im Forum hier schon thematisiert, als Katy sich ihren Weißen Hai bestellt hat. Der Porsche Cayenne Turbo S eHybrid mit 750PS wurde bei der Bestellung nämlich ernsthaft als 'die umweltfreundliche Alternative' angepriesen, sollte ursprünglich mit einer Akkuladung 75 km weit kommen, was bis zur Abholung auf 'bis zu 45 km' korrigiert wurde und sich in der Praxis auf 10 bis maximal 25 km realisieren lassen hat.

    Aber solche Autos kauft man sich ja nicht, weil man die Umwelt schützen will ...

    Ich finde es durchaus ok, wenn die staatliche Förderung sich auch an der Motorleistung orientiert und übermotorisierte Fahrzeuge davon ausgeschlossen werden.


    Die Studie greift ja auf Fahrzeugdaten zurück, die die Autos über ihre gesamte Lebensdauer sammeln und an die Hersteller melden. Da frage ich mich, warum diese Daten eigentlich nicht auch den Kunden zugänglich sind. Gerade die genauen Verbrauchsdaten sind schließlich nicht uninteressant. Das, was uns von Opel in Info-Display und Touchscreen, sowie in der MyOpel-App angeboten wird ist angesichts der offenbar totalen Überwachung da doch recht spärlich.

    Gerade bei Hybrid-Modellen ist die Erfassung der exakten anteiligen Verbräuche nur mit großem Aufwand möglich. Wenn die Autos diese Daten auswertbar erfassen, sollten die Kunden von diesen Informationen auch profitieren dürfen.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️