Hallo zusammen,
wir haben ja hier schon einige Male mal über die Sondertarife diskutiert, die einige Versicherungen anbieten, wenn man bereit ist, seine Fahrten und das Fahrverhalten tracken zu lassen. Das Thema wurde hier verortet, weil es ja dabei auch um 'Fahrdaten' geht, es an dieser Stelle also nicht OT ist.
Gestern habe ich das Ergebnis meiner Versicherung --HUK24 - nach Auswertung der Fahrdaten des vergangenen Versicherungsjahres bekommen: mein Fahrwert wurde mit 71% ermittelt und für das nächste Versicherungsjahr erhalte ich - zusätzlich zur Einstufung in eine günstigere Schadenklasse - einen Rabatt in Höhe von 13% auf den normalen Beitragssatz.
Das ist einerseits natürlich erfreulich, andererseits bin ich aber doch wieder enttäuscht, denn im Vorjahr hatte ich für einen Fahrwert von 63% einen Rabatt in Höhe von 14% erhalten.
Meine Fahrweise ist außerdem ja bekanntlich recht zurückhaltend.
In das von der Versicherungs-App geführte Fahrtenbuch werden nicht alle Fahrten eingetragen und es ist nicht genau erkennbar, ob die nicht im Fahrtenbuch gelisteten Touren auch bei der Ermittlung des Fahrwertes mit ausgewertet werden. Eigentlich wäre das zu erwarten, denn das Dongle mit den Sensoren klebt ja an der Frontscheibe und fährt immer mit, auch wenn ich mal nicht dabei bin oder mein angemeldetes Handy nicht dabei habe. Zudem habe ich mein Auto auch mehrere Wochen gar nicht selbst benutzt, sondern es Julia ( GLX-Jule ) zur Verfügung gestellt, die in dieser Zeit noch auf ihren Dienstwagen warten musste.
Die im Fahrtenbuch aufgeführten Fahrten lassen sich nach kritischen, den Fahrwert negativ beeinflussenden Situationen durchsuchen. Dabei fällt mir als wesentliche Einflussgrüße mein Bremsverhalten auf, Gerechtfertigt ist das meiner Meinung nach weiterhin nicht - jedenfalls nicht immer - denn ich fahre 90 % meiner Strecken mit eingeschaltetem Abstandregeltempomat, und der ist auf den größten auswählbaren Abstand eingestellt. Der Bremssensor im Dongle ist, wie ich finde, ganz klar zu empfindlich eingestellt. Außerdem sollte es auch, vielleicht auf die zurückgelegte Gesamtstrecke bezogen, eine angemessene Anzahl von heftigeren Bremsvorfällen ohne negative Auswirkung geben, denn ansonsten wird man ja gerade im Großstadtverkehr dazu verführt, wenn die Ampel umspringt noch schnell bei Gelb oder Dunkelgelb über die Kreuzung zu huschen um den Fahrwert nicht zu riskieren, was ja wohl kaum im Sinne der Verkehrssicherheit sein kann.
Aber ich will nicht meckern, 13% Extrarabatt reichen vermutlich nicht, um mir einen schicken italienischen Sportwagen anzusparen, aber für einen (mir zufällig gerade fehlenden) ferrari-roten Nagellack vielleicht ja dann doch ...
Die genauen Zahlen zur Veränderung der Prämienhöhe habe ich noch nicht erhalten, reiche sie aber dann zu gegebener Zeit nach.
Grüßle, Sami 🌈🕊️