Welches Auto würdet ihr statt dem Grandland kaufen?

  • Da hättest ja mal vorgerechnet wie viele zigtausende Euros ihr mit dem i3 BMW Windei verbrannt habt.



    1. eine alte Kiste mit LPG, kostet mich in der Anschaffung alleine einen Bruchteil dessen was eine E-Kiste in paar Wochen allein an Wertverlust hat. Da kommen selbst die "Worst Case" Kosten bei meinem Grandland nicht mit.


    2. Reparierbarkeit.

    Parkrempler bei nem billigen Renault Zoe wird schneller wirtschaftlicher Totalschaden als das Ding fährt.


    3. Elektroauto ist teuerste Luxusalternative zum Fahrrad, wenn für 15-18 kwH an der öffentlichen Ladestation dann 12-18€ lassen soll kann man auch weiter V6 fahren.

    Die meisten Leute, die Elektroautos fahren, haben gar keine echten Kilometerleistungen oder Langstrecken-Anforderungen – das sind in der Regel "Jubelperser" - die sich ihre Solaranlage auf dem Dach rausrechnen und die froh sind wenn das eine Mal im Jahr nicht beim Händler 500€ für den Ölwechsel zahlen müssen während ich halt ein Fass in der Werkstatt stehen habe.


    Wenn Deutschland mal das mit der Kaltfusion auf der Reihe hat, oder die gerade gesprengten kühltürme wieder stehen, und in den Elektrokisten genormte Zellmodule stecken, dann vielleicht. Aber was bringt mir zigtausende Euros in nem Plastikbomber zu versenken der nicht mehr Halbwertszeit als ein paar Schuhe hat?

  • Schade, dass du solche Themen nicht sachlich diskutieren kannst.

    Du bist eine 'Institution' in diesem Forum und ich habe zu technischen Themen viel von dir gelernt, aber mit deinen pauschalen und polemischen Hieben zum Thema Elektromobilität ruinierst du deinen guten Ruf immer wieder selbst.

    Ich habe gar nicht die Ambition, dich umzustimmen, sondern nur bemerkt, dass deine bisher hier geschilderten Verbrenner-Erfahrungen im Widerspruch zu deiner Gasanlagen-Absicht stehen. Und darauf hingewiesen, dass es mit Elektrofahrzeugen die meisten von dir beklagten Probleme schon konstruktionsbedingt nicht geben kann.

    Natürlich kannst du machen, was du willst, aber wenn du solche Widersprüche hier mitteilst, musst du damit rechnen, dass sie adressiert werden.


    Für gute Gründe hat hier bestimmt jeder Verständnis, jedenfalls kann ich das für mich behaupten.

    Dein im Zitat vorgetragener Rundumschlag lässt aber keine guten Gründe erkennen. Einiges darin ist objektiv falsch und der Rest muss relativiert werden.


    Tatsächlich war der i3 zwar damals wohl keine glückliche Wahl, aber 'zigtausende Euros' sind damit von uns nicht verbrannt worden. Ich selbst habe damit keinen Cent verloren, denn das Auto hat mir nicht gehört, sondern ich hatte es nur als fahrbaren Untersatz zur Verfügung um damit als Führerscheinneuling erste Fahrpraxis sammeln zu können. Auch Katy hat nicht wirklich 'draufgezahlt', denn sie hatte das Auto ja von ihrer Mama zum erfolgreich bestandenen Abitur geschenkt bekommen. Am Ende hat sie ja sogar noch ein bisschen was beim Kauf ihres Cayennes dafür herausbekommen.

    Der i3 war im Übrigen ein Fahrzeug der ersten Generation dieses Typs, wir vermuten sogar, dass es ein Vorserienfahrzeug war. Inzwischen hat sich in Akku-, Lade- und Motortechnik, sowie auch bei der spezifischen Softwareentwicklung sehr viel getan. Heute aktuelle Fahrzeuge kann man damit nicht mehr seriös vergleichen.

    Vielleicht haben wir das Auto zu lange behalten, vielleicht war es falsch, es nicht auf eine Auseinandersetzung mit BMW ankommen zu lassen, letztendlich ist das Schnee von gestern.

    Heute ist der gesamte Fuhrpark in Katys Firma - drei Opel Combos, ein Opel Vivano und Katys Taycan - auf Elektrofahrzeuge ausgerichtet. Betriebswirtschaftlich war das eine erfolgreiche Maßnahme, die - nicht nur in Verbindung mit den eigenen Photovoltaikdächern und den eigenen Stromspeichern - täglich bares Geld einspart.

    Mein GLX und der Cayenne, den Katy an ihre Mama weitergereicht hat, haben als Hybriden zwar auch noch Verbrennermotoren, aber beide Fahrzeuge gehören nicht zur Firmenflotte sondern laufen als Privatwagen. Mein GLX fährt dabei im Alltag fast ausschließlich elektrisch.

    Katy ist wesentlich mehr unterwegs als ich und hat mit dem Cayenne in vier Jahren fast 140.000 km zurückgelegt, was sich mit dem vollelektrischen Taycan nicht spektakulär ändern wird. Sie hat seit Anfang Februar schon fast 7.000 km auf dem Zähler und widerlegt damit täglich deine These, E-Fahrzeuge seien für Vielfahrer ungeeignet.


    Der Wertverlust betrifft alle Autos, die einen mehr, die anderen weniger. Wenn du ein Auto lange fahren willst, kann dir der Wertverlust außerdem egal sein.


    Was die Reparaturfreundlichkeit angeht, mag der Renault Zoe - vielleicht - ein schlechtes Beispiel sein, aber es gibt ja inzwischen eine Vielzahl von Alternativen. Dass Verbrennerfahrzeuge grundsätzlich reparaturfreundlicher sind als E-Autos bezweifle ich. Die Reparaturkosten von Parkremplerschäden stehen in keinem für mich offensichtlich erkennbaren Zusammenhang mit dem Antriebssystem.


    Dass an öffentlichen Ladesäulen ebenso abgezockt wird wie an Tankstellen mag in vielen Fällen tatsächlich so sein. Da muss man halt flexibel sein und Preise vergleichen.

    In der Gesamtschau, fährt man mit Strom aber auf Dauer günstiger, insbesondere dann, wenn man den Strom selbst erzeugt und speichert und alle Fördertöpfe ausnutzt.

    Soweit ich weiß, wird das Lagern von Ölfässern in der Werkstatt nicht staatlich gefördert ...


    Ich tanke den Strom für meinen GLX dank Glückes Geschick fast immer ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. Müsste ich die Akkuladungen zu einem normalen Hausstromtarif bezahlen, würde es sich bei meiner Fahrweise erst dann lohnen den Benziner anzuwerfen, wenn der Sprit weniger als 80 Ct. pro Liter kosten würde.

    Und um nun den Bogen zurück zum eigentlichen Thema dieses Threads zu schlagen: Mein GLX-H2 ist ein tolles, komfortables und in Haltung und Betrieb kostengünstiges Fahrzeug. Ich habe nicht die Absicht, mich davon zu trennen, aber wenn es irgendwann so weit ist, dann kommt für mich - auch aus anderen als wirtschaftlichen Gründen - nur noch ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug in Betracht.

    Aber das ist meine persönliche Entscheidung, die jeder für sich gerne auch anders treffen kann.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    🌈🤗😘🕊️ 'Es geht nicht darum, was dir im Leben passiert, sondern wie du darauf reagierst.' (Epiktet, 50 - 135 n. Chr.)


    Opel Grandland X H2 Ultimate (genannt: 'Il bello') / Mondsteingrau / alle Extras außer Alu-Pedale und 230V-Steckdose - Bestellung: 03/2021 - Auslieferung: KW 29 KW 32 KW37 KW39 KW42 / EZ 10/2021

    Historie: Keine (Il bello ist mein erstes Auto :huh:)

  • Also der Leasingvertrag meines Grandland läuft im August aus und ich möchte eigentlich ab dem Zeitpunkt elektrisch fahren, da ich beruflich schon seit geraumer Zeit elektrisch unterwegs bin. (UND ich habe die Möglichkeit, kostenlos an unseren Standorten Strom zu laden.)

    Aktuell kann oder möchte mir mein Opel-Händler aber kein gutes Angebot für einen elektrischen Grandland machen, daher tendiere ich wohl zum Tesla Model Y in der Standard-Ausstattung. (Bis Ende April noch mit sehr guten Konditionen.)

    Opel Grandland (Facelift) GS-Line > EZ 07/2023 > 1.2 Direct Injection Turbo (130 PS) > 6-Gang-Handschaltung

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  • "insbesondere dann, wenn man den Strom selbst erzeugt und speichert und alle Fördertöpfe ausnutzt."


    Ja wenn ich die Solaranlage geschenkt bekomme oder beim Arbeitgeber lade, oder Auto "Sponsored bei Daddy" oder Daddy Staat oder was weiß ich...

    Aber der ist ein Pimp, "gib mir den hunni dann kriegst du einen zwanni zurück"


    Das ist aber so als ob ich mir eine Eigenverbrauchstankstelle einrichte und dann, die Kosten dafür nicht berücksichtigte.


    Und die Opportunitätskosten bitte auch rausrechnen und der Break even ist dann immer noch am St. Nimmerleinstag, 2045 oder was weiß ich wann, wo ich dann in einem Vogelhaus in Piemont oder irgendwo auf der Bukovina meinen Ofen einheizen, aber bis dahin in der Zwischenzeit ist sowohl die Solaranlage als auch die Batterie einfach fertig.


    Ich habe von LPG Umbauten noch nie viel gehalten. Weil das in der Regel gerade bei ungeeigneten Fahrzeugen auch Milchmädchenrechnungen waren. Aber bei mir ist das halt Kapitalismus von unten.


    Auf ein 2000 € Auto weitere 300.000 km drauf fahren kostet zwar auch mehrfach die Anschaffung... Aber dann ist man immer noch vierstellig, dreimal durchrepariert billiger als jede Anzahlung und selbst wenn man den Sprit noch rein rechnet.


    Mit den Prämissen betriebswirtschaftlich zu drehen damit bei Cheffe gut aussieht, kann man machen, wenn der selber angestellt ist, aber ich bin selber Cheffe mit dem Taschenrechner, und auch wenn man noch so oft ist versucht und selbst gegen die worst Case Realkosten gegenrechnet ich komme immer auf dasselbe...


    Wäre ja schön wenn es anders wäre aber. ¯\_(ツ)_/¯

  • Diesellotte


    Danke für die Ergänzung.

    Du meinst, du kannst dir Elektromobilität aus finanziellen Gründen nicht leisten.

    Wenn du das wirklich ernsthaft geprüft hast und es wirklich stimmt, ist es plausibel und nachvollziehbar, wenn du dich dagegen entscheidest und nach Alternativen umschaust.

    Es rechtfertigt aber nicht die pauschale Verteufelung der neuen Technik und die generelle Schlechtmacherei, die du im Posting #381 noch vertreten hast, und auch nicht die Seitenhiebe auf 'Daddy', die du dir auch jetzt nicht verkneifen konntest. Elektrisches Fahren lohnt sich in vielen Fällen schon beim schlichten Aufladen aus der normalen Haushaltssteckdose (aktuell übrigens sogar dann, wenn man LPG als Treibstoff-Alternative vergleicht).

    Deine 2000€-300.000km-dreimal-durchrepariert-vierstellig-iklusive-Sprit-Rechnung halte ich übrigens wieder für übertrieben optimistisch.

    Ich bedaure, dass du von den vielen Vorteilen und Fördermitteln der Elektromobilität nicht profitieren kannst, aber du solltest deinen Frust darüber anders kanalisieren, als hier im Forum den Eindruck zu erwecken, dass deine Situation allgemeingültig ist und elektrisches Fahren sich nur für Hobbyfahrer und gesponsorte Sugar Babys lohnt. Das ist nämlich Unsinn.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    🌈🤗😘🕊️ 'Es geht nicht darum, was dir im Leben passiert, sondern wie du darauf reagierst.' (Epiktet, 50 - 135 n. Chr.)


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    Historie: Keine (Il bello ist mein erstes Auto :huh:)

  • "Du meinst, du kannst dir Elektromobilität aus finanziellen Gründen nicht leisten."

    ^^


    Nein, ich hab schlicht keinen Bock 30,40,50K für "Autos" auszugeben die nichtmal den praktischen Nutzwert eines 1500€ 4er Golf haben. Welcher dann wahrscheinlich immernoch fährt wenn das Ding wie euer "schnee von gestern" 2014 Auto nach 7 Jahren mit 50tkm als wirtschaftlicher Totalschaden "weggeschmissen" wird.


    Das ist einfach nur komplett behindert.


    Aber das ist wahrscheinlich auch ein Mentalitätsproblem, die Deutschen haben im EU Vergleich ja nicht grundlos so miserable Vermögenswerte, zu Rekordpreisen für Strom und Sprit "muss" für viele ja immernoch alle 3-5 Jahre die neue Schüssel mit dem "interessanten Finanzierungsmodell" mit dem man "Steuern spart" oder sonst ein an den Haaren herbeigezogener Selbstbetrug her. Meistens ist es ja sogar nur das "Nutzungsrecht" oder zahlt sogar noch monatlich Abo für die Sitzheizung, egal welche Antriebsart.



    Mobile Realität ist hierzulande, die paar Millionen Trottel, "eure Armut kotzt uns an" die morgens zu ihrer Maloche fahren hauen wir noch ne Extrasteuer drauf, ist doch deren Problem wenn sie von ihrem Wohnblock nicht mit dem Bus oder Rad für die Nachtschicht ins industriegebiet fahren können - und immernoch von einem 3er BMW träumen mit dem die zigtausend Kilometer nachsonstwo heimfahren können.


    "Elektrisches Fahren lohnt sich in vielen Fällen schon beim schlichten Aufladen aus der normalen Haushaltssteckdose"

    Ja, und wenn man gleich im Haushalt bleibt, dann braucht man auch kein Auto.

    Das sind diese "ich bewege mich eh nur maximal 50km von zuhause weit weg" Fahrprofile, von wegen "90 % der Fahrten kannste auch mit skateboard machen" oder so, sobald du den "Sicherheitsbereich" verlässt bricht diese Kartenhauskalkulation zusammen.

    "Wenn ich den neuen X5 elektrisch für dieselbe Leasingrate kaufe wie den neuen X5 als Otto/Diesel dann spare ich an der Haushaltssteckdose" aber wer "braucht" einen X5? - Das größte Argument wäre ja Amortisation irgendwo über Unterhaltskosten, aber die gibt es nicht, öffentlich Laden ist fast genauso teuer und im zweifelsfall teurer als der Sprit, und dann machst halt keinen Ölwechsel aber sie zocken dir 400€ für den Wechsel des Innenraumfilter ab... von den Versicherungseinstufungen ganz zu schweigen.


    Man kann ja "gebrauchtes Elektroauto" kaufen. - Auch nicht, mein kaputter Motor am Grandland, den hab ich für 2k wieder hinbekommen. - Was ihm das Genick gebrochen hat waren die elektromechanischen Fehler, Sachen die identisch bei Elektroautos sind in gleich schlechter/noch schlechterer Qualität, Fahrwerksteile bei den schweren Karossen die gibts nicht bei Autodoc, und ein OnboardLoader macht nicht kroatische Elektriker mit dem Lötkolben im Hinterhof.


    Die einzige Möglichkeit, sich dieses Kartenhaus überhaupt noch irgendwie schönzurechnen, ist die totale mentale Verengung auf die rein monatliche Leasing- oder Abo-Rate. Alles andere – den massiven Wertverlust, die Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals und die Tatsache, dass man für ein reines Nutzungsrecht arbeitet – blendet man im 24-Monats-Takt bis zum nächsten Modellwechsel einfach aus.

    Du zahlst diese Rate aber für den Rest deines automobilen Lebens, jeden Monat und sie wird nicht weniger.


    "Nachhaltig" ist da sowieso nichts dran.


    Es gibt zwar diese ganze Influenzer "ich fahr 10 Jahre schon 1 Mio km mit meinem Tesla" oder sowas. aber wenn man genau hinschaut alles Fake, von den 4 Batterie und den 13 Motoren ging das meiste auf Garantien ( abgeschafft) und Gewährleistung, Ja Toi Toi Toi...


    Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, ob ich nicht doch "was übersehe", umso schlimmer wurde es.

  • ... Elektrisches Fahren lohnt sich in vielen Fällen schon beim schlichten Aufladen aus der normalen Haushaltssteckdose..

    autsch - wieso erinnert mich das jetzt an Kanister-Betankung im Pflichtjahr-nach-der-Schule... ;)


    PS: Das sparen per "E" muss man sich erst mal leisten können(!), wieso wohl ist der E-Anteil noch immer so niedrig? Wie hoch ist wohl der Anteil an Gebrauchtwagen-Kauf/Verkauf im Gegensatz zu Neuwagenanschaffungen? Bzw. eben wer ist das Klientel zu letzterem...?

    "Sind Sie vielleicht John Wayne? - Oder bin ich das?"

  • Nein, ich hab schlicht keinen Bock 30,40,50K für "Autos" auszugeben die nichtmal den praktischen Nutzwert eines 1500€ 4er Golf haben.

    Mit deinem von Missgunst, Neid und Frust geprägten Wutausbruch zertrümmerst du fleißig den Sockel, auf dem du hier im Forum als 'Erleuchteter' Experte stehst.

    Und zwar völlig überflüssigerweise ...


    Wenn du ernsthaft behaupten möchtest, ein 1.500€ 4er Golf hätte einen höheren Nutzwert als ein 30, 40.50K E-Auto, dann hast du den Verstand verloren.

    Wundere dich nicht, wenn du mit solchen Thesen hier nicht mehr ernst genommen wirst,


    Nur zur Erinnerung:

    Alles was ich mit dem Auslöseposting - #380 - für deine Attacke zum Ausdruck bringen wollte, war der Widerspruch in den von dir mitgeteilten Absichten.

    Man kann Elektroautos aus verschiedenen Gründen ablehnen, etwa wegen Anschaffungskosten oder Ladeinfrastruktur. Aber wenn man sich gleichzeitig über genau die Schwächen des Verbrenners ärgert, wirkt es schon etwas seltsam, ausgerechnet wieder genau dort zu landen – nur mit einem anderen Kraftstoff im Tank.

    Das war's. Nicht mehr, nicht weniger.

    Ich will dir kein Elektroauto aufschwätzen und dich nicht daran hindern, dir einen 1.500€ 4er Golf mit Gasanlage zuzulegen, den dann 300.000 km zu fahren und dabei dreimal durchreparieren zu lassen.

    Mach das.

    Und fühl dich gut dabei.


    Der Rest deines Beitrages ist ideologisch angehauchte Polemik.

    Wenn man das versachlicht, kann sogar ich dir teilweise zustimmen, z. B. beim Leasing und der Ersatzteilversorgung.

    Die monatliche Leasingrate als alleiniger Kostenmaßstab ist tatsächlich ein verbreiteter Selbstbetrug. Wer Leasing nur als günstig wahrnimmt, weil er die Gesamtkosten ausblendet, rechnet falsch. Aber wenn man sich ein Auto anschafft, soll man halt vernünftigerweise alle Einflussfaktoren berücksichtigen und nicht nur einen Aspekt. Ob man - falsch - nur mit der Monatsrate rechnet oder klugerweise - richtig - die Gesamtkosten in die Rechnung einbezieht, liegt an einem selbst.

    Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen im freien Markt ist bei vielen E-Modellen tatsächlich schlechter als bei etablierten Verbrennerplattformen. Das ist aber kein Naturgesetz, sondern eine Reifefrage des Marktes. Fahrwerksteile eines ID.3 bekommst du z. B. längst bei Autodoc.


    Dein eigentliches Argument – 'ich will kein teures Auto, das ich nicht wirklich besitze, für Fahrprofile, die das nicht rechtfertigen' – ist vollkommen legitim. Ein gut gepflegter Gebrauchter, bar bezahlt und selbst gewartet, schlägt in der Gesamtkostenrechnung fast jeden Neu- oder Leasingvertrag. Das gilt aber für Verbrenner wie für Elektro und ist also kein Argument gegen Elektroautos als solche, sondern gegen überteuerte Finanzierungsmodelle – und die gibt es bei beiden Antrieben.


    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    🌈🤗😘🕊️ 'Es geht nicht darum, was dir im Leben passiert, sondern wie du darauf reagierst.' (Epiktet, 50 - 135 n. Chr.)


    Opel Grandland X H2 Ultimate (genannt: 'Il bello') / Mondsteingrau / alle Extras außer Alu-Pedale und 230V-Steckdose - Bestellung: 03/2021 - Auslieferung: KW 29 KW 32 KW37 KW39 KW42 / EZ 10/2021

    Historie: Keine (Il bello ist mein erstes Auto :huh:)

  • PS: Das sparen per "E" muss man sich erst mal leisten können(!), wieso wohl ist der E-Anteil noch immer so niedrig? Wie hoch ist wohl der Anteil an Gebrauchtwagen-Kauf/Verkauf im Gegensatz zu Neuwagenanschaffungen? Bzw. eben wer ist das Klientel zu letzterem...?

    Anders als bei Diesellotte - auch wenn er viel dazu tut, um das Fundament selbst zu zerstören - besteht bei dir nicht die Aussicht, dass man dich hier aufgrund deiner Beiträge zum Denkmal macht.

    Deine Beiträge sind im Regelfall überflüssig und oft genug dazu auch noch unsinnig und fehlerhaft.


    Du wirst das - wie üblich - nicht verstehen, aber ich erkläre es trotzdem gerne.

    Fakt ist nämlich:

    2025 fuhr fast jeder fünfte neu zugelassene Pkw rein batterieelektrisch. Mit 545.142 BEV-Neuzulassungen erreichte der E-Auto-Markt einen neuen Höchststand – der bisherige Rekord aus 2023 wurde um rund 20.000 Fahrzeuge übertroffen. Gegenüber dem schwachen Vorjahr stiegen die Neuzulassungen um 43,2 %.

    Nochmal: Fast jedes fünfte neu zugelassene Auto war ein reines Elektroauto (keine Hybriden) – und das in 2025, d. h. ganz ohne staatliche Kaufförderung.

    Das findest du 'immer noch so niedrig'?

    Der Benziner blieb zwar mit 715.000 Fahrzeugen (Stand Nov. 2025) häufigster Antrieb, jedoch sank sein Absatz im Jahresvergleich um 22 %. Auch Diesel-Pkw waren rückläufig: Nur noch 368.000 Neuzulassungen, rund 19 % weniger als 2024.


    Aber jetzt kommt's noch dicker:

    Im März 2026 wurden 294.161 Pkw neu zugelassen (+16 % gegenüber März 2025). Erstmals lagen Elektroautos mit 70.663 Einheiten vor den Benzinern (66.959). Hybride führten das Feld mit 87.850 Neuzulassungen an.


    Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Lage für Kaufwillige besonders interessant. Das Angebot an gebrauchten Elektroautos wächst kräftig, weil nun massenhaft Leasingrückläufer aus den Boom-Jahren 2022 und 2023 auf den Markt strömen – gut ausgestattete Fahrzeuge im Alter von zwei bis vier Jahren. Die Preise sind seit ihrem Höchststand 2022 (damals im Schnitt rund 50.000 Euro) deutlich gefallen und lagen Ende 2025 bei durchschnittlich etwa 33.500 Euro, mit weiter fallender Tendenz. Im direkten Modellvergleich ist ein gebrauchter VW ID.3 mit vergleichbarer Laufleistung bereits rund 1.000 Euro günstiger als ein vergleichbarer Golf. Der Gebraucht-Verbrennermarkt ist dagegen stabil und preisneutral, zeigt aber kaum Dynamik. Wer ein gebrauchtes Elektroauto ins Auge fasst, befindet sich nach Einschätzung von Marktexperten gerade in einem strategisch günstigen Zeitfenster: Das Angebot ist hoch, die Preise stehen unter Druck, und neue, noch günstigere Neumodelle werden die Preisanker für gebrauchte Vorgänger weiter nach unten verschieben – voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2026 hinein.


    Quellen (u. a.):

    Deutsche Energie Agentur - https://www.dena.de/infocenter…rholt-sich-2025-deutlich/

    EnBW - https://www.enbw.com/blog/elek…szahlen-von-e-autos-2025/

    Martin Kaessler - https://www.martinkaessler.com…fberatung-fuer-2025-2027/


    Ich freue mich, wenn ich helfen konnte,

    Grüßle, Sami 🌈🕊️

    🌈🤗😘🕊️ 'Es geht nicht darum, was dir im Leben passiert, sondern wie du darauf reagierst.' (Epiktet, 50 - 135 n. Chr.)


    Opel Grandland X H2 Ultimate (genannt: 'Il bello') / Mondsteingrau / alle Extras außer Alu-Pedale und 230V-Steckdose - Bestellung: 03/2021 - Auslieferung: KW 29 KW 32 KW37 KW39 KW42 / EZ 10/2021

    Historie: Keine (Il bello ist mein erstes Auto :huh:)

    Einmal editiert, zuletzt von Samina ()