Ich kann das so nicht stehen lassen! Das ist mir viel zu weit hergeholt bzw. betrachte es nicht als seriös und bezeichne es auch gerne als Quatsch. Ich würde an Deiner Stelle nur noch während der Ladezeit arbeiten. So kannst Du reich werden
Hier darzustellen, wieviel man pro Stunde verdient, ist für mich Angeberei hoch drei 
Wie es aussieht, hat cbs3000 kein Interesse daran hierauf zu antworten.
Nachdem ich ja inzwischen hier im Forum als 'Profi' gelte, möchte ich mich aber der damit verbundenen Verantwortung stellen und gerne versuchen, etwas mehr Licht in diese Geschichte zu bringen.
Obwohl ich selbst nie so etwas behauptet habe, hast du mir ja in einem anderen Thread bescheinigt, dass ich mich mit Licht - egal ob LED oder nicht - auskenne und da möchte ich dich natürlich nicht enttäuschen.
Das Anliegen von cbs3000 war, die von
@HeiPo mehrfach als allgemeingültig vorgetragene These zu widerlegen, der 7,4kW-OBC sei 'sinnfrei und Abzocke ohne Gegenwert'.
Die Kernaussage seines Beitrages ist dabei - möglicherweise etwas unglücklich platziert und formuliert - im letzten Absatz zu finden: nämlich, dass der gegenüber dem Laden mit dem 3,7kW-OBC festzustellende Zeitgewinn einen Gegenwert darstellt. Dieser ist zwar zunächst nur immateriell und nicht exakt bezifferbar, denn die zusätzliche Zeit kann ja jeder nach eigenem Geschmack nutzen. Beispiele dafür wurden ja auch - sicher ohne Anspruch auf Vollständigkeit - genannt.
Wenn cbs3000 darüber hinaus auch einen bezifferbaren Gegenwert darstellen wollte, ist ihm das mit seinen Modellrechnungen durchaus gelungen, auch wenn man die Berechnungen als vereinfacht und unvollständig kritisieren kann. Vereinfacht und unvollständig deswegen, weil die darin genannten Beträge natürlich nicht einfach mit dem erzielten Gewinn gleichgesetzt werden können.
Außerdem hätte - und da stimme ich dir ein kleines bisschen zu - die Mindestlohnempfängerrechnung ausgereicht, denn wenn sich daraus bereits ein signifikanter Gegenwert ergibt, ist ja nicht damit zu rechnen, dass es bei einem höheren Verdienst zu einer anderen Einschätzung kommt.
Wenn ich selbst mich beim Licht nicht als Expertin bezeichnen würde, kann ich aber behaupten, dass ich von Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchaus etwas verstehe.
Daher erlaube ich mir die von cbs3000 beschriebenen Rechenmodelle zu korrigieren.
Die Modelle an sich sind grundsätzlich realistisch und für die Nachweisführung geeignet. Die Ergebnisse gelten ausdrücklich nur für Fahrzeugeigentümer, die keine Gelegenheit haben, ihren Wagen an der heimischen Steckdose aufzuladen und stattdessen dafür öffentliche Ladesäulen aufsuchen müssen. Außerdem gelten sie nur, wenn die Zeit, die beim Laden mit dem 7,4kW-OBC gegenüber der beim Laden mit dem 3,7kW-OBC eingespart wird, tatsächlich zur Ausübung einer den Modellen entsprechend entlohnten Tätigkeit genutzt wird.
Wie bei jeder Schätzung sind auch bei den hier vorgenommenen Berechnungen zwangsläufig Schätzungsungenauigkeiten hinzunehmen. Die Ergebnisse sind dennoch für den beabsichtigten Zweck - Wirtschaftlichkeitsnachweis - aussagekräftig genug.
Für die Mindestlohnempfängerrechnung wird - um im vorgeschlagenen Modell zu bleiben - angenommen, dass die damit verbundene Tätigkeit zweimal pro Woche jeweils zwei Stunden ausgeübt wird. Der Mindestlohnempfänger muss für seinen Verdienst Einkommensteuer und Sozialabgaben zahlen, was den Zeitraum bis zur Amortisation der investierten Mehrkosten für OBC und Kabel schätzungsweise um zwei bis drei Monate verlängern wird.
Eine Investition, die sich innerhalb von neun Monaten bezahlt macht ist, unter Berücksichtigung der gewöhnlichen Gesamtnutzungsdauer eines Autos, zweifellos als sinnvoll und werthaltig zu beurteilen.
Damit ist die von
@HeiPo aufgestellte These eindeutig als unzutreffend widerlegt.
Quod erat demonstrandum.
Der Zweck des Beitrags wäre erreicht, weitere Berechnungen nicht erforderlich.
Da cbs3000 aber auch noch eine auf seine eigenen Verhältnisse bezogene Rechnung durchgeführt hat, schauen wir uns diese auch nochmal genauer an.
Kleiner OT-Ausflug:
Warum er das getan hat, ist unerheblich. Nach meiner Einschätzung handelt es sich um artentypisches Balzverhalten.
Männer neigen dazu, sich zu vergleichen.
Die Länge bestimmter Körperteile, die PS-Zahl, Haus, Yacht, Geld ... Offenbar gibt es ab und zu hier und da noch Weibchen, die sich davon beeindrucken lassen.
Zurück zur Berechnung:
Die Ingenieur- und Sachverständigentätigkeit um die es hier geht, übt cbs3000 frei- bzw. nebenberuflich aus, denn er hat ja wiederholt erklärt, dass er erst demnächst in Rente geht. Außerdem hat er für seine hauptberufliche Tätigkeit einen Dienstwagen und seinen GLX demnach gar nicht dabei, wenn er hauptberuflich unterwegs ist. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil sie nahelegt, dass cbs3000 bereits in seiner hauptberuflichen Tätigkeit - von der ich annehme, dass es sich um ebenfalls um eine Ingenieur- und Sachverständigentätigkeit handelt - über ein ansehnliches Gehalt verfügt und die von ihm neben- bzw. freiberuflich zusätzlich erzielten Erträge einer entsprechend hohen Steuerprogression unterliegen. Dazu kommen vermutlich auch noch weitere steuerwirksame Erträge aus dem über die Jahre angesammelten Kapital und/oder aus (vermietetem) Immobilienvermögen.
Neben der Steuer ist zu berücksichtigen, dass Ingenieur- und Sachverständigenleistungen i. d. R. durch Berufshaftpflichtversicherungen mit nicht unerheblichen Beiträgen abzusichern sind. Die außerdem anfallenden Allgemeinkosten für Büro und Arbeitsgeräte sind dagegen vermutlich eher vernachlässigbar.
Alles in allem schätze ich, dass cbs3000 von den 200 in Rechnung gestellten Euro letztlich nur 80 bis 100 € als Reinertrag übrig bleiben.
Damit amortisiert sich für ihn die Investition in den großen OBC tatsächlich erst nach fünf bis sechs Ladevorgängen, was zwar gegenüber seiner eigenen Berechnung ein durchaus erheblicher Unterschied ist, am Ergebnis aber letztlich - natürlich - nichts ändert. Auch er erhält ein sinnvolles und werthaltiges Zubehör für den aufgewendeten Mehrpreis.
Der guten Ordnung halber habe ich auch den von cbs3000 veranschlagten Stundensatz noch überprüft. Er liegt nach meinen Rechercheergebnissen innerhalb der hier im Raum Düsseldorf marktüblichen Bandbreite von ca. 190 bis ca. 260 €/h und damit näher am unteren, als am oberen Rand. Der von ihm genannte Stundenansatz kann daher jedenfalls nicht als zu hoch gegriffen bezeichnet werden.
Abschließend erlaube ich mir noch den Hinweis, dass deine (gemeint ist lubert) Empfehlung - nur noch während der Ladezeit arbeiten - ins Leere geht.
Es wurde ja schließlich hier ausdrücklich gesagt, dass die Arbeit in der Zeit erledigt wird, die beim schnelleren Laden eingespart wird.
Es wird also nicht beim Laden, sondern beim Nicht-Laden gearbeitet und Geld verdient.
Ich hoffe, dass ich die Problematik nun ausreichend erhellt und auch für dich verständlich gemacht habe.
Es freut mich, wenn ich helfen konnte,
Grüßle, Sami