Beiträge von Diesellotte

    Retrospektive betrachtet


    Warum das blaue Kühlmittel (G33) bei unseren Autos zum Motorkiller wird – Meine Lehren aus dem Grandland-Exitus


    Moin zusammen,

    ich muss das Thema Kühlmittel noch einmal ganz deutlich ansprechen, weil ich glaube, dass viele der Dieselauf einer tickenden Zeitbombe sitzen, ohne es zu merken. Mein Grandland 2.0 Diesel hat bei 130.000 km den Geist aufgegeben (Zylinderkopf verzogen), und rückblickend war das Kühlsystem der Anfang vom Ende.

    Das Problem: Zu wenig Reserven im Korrosionsschutz

    Das originale blaue PSA-Kühlmittel (G33) ist zwar silikatfrei, aber es scheint am Ende seiner Lebensdauer (die PSA mit völlig utopischen 10 Jahren angibt) keinerlei Reserven mehr zu haben.

    Sobald der chemische Schutz kippt, passiert folgendes:

    * Säurebildung: Das Kühlwasser wird „sauer“ (der pH-Wert sinkt).


    * Die Braune Pest: Das saure Wasser greift den Motorblock von innen an, der DW10 hat hier noch einen Gussblock. Es löst Eisenpartikel, und das Wasser wird in Rekordzeit braun.


    * Elektrochemische Korrosion: Das Wasser wirkt plötzlich wie ein Elektrolyt in einer Batterie. Das edlere Metall greift das unedlere an.


    Warum meine neue Wasserpumpe nach 7.000 km Schrott war

    Ich hatte bei 130.000 km eine neue Pumpe eingebaut – extra mit Metall-Schaufelrad, weil ich dachte, das hält ewig. :m0008:


    Nach nur 7.000 km war das Rad derart zerfressen, als hätte es jahrelang in Salzwasser gelegen.

    Warum? Wenn das System einmal so stark verschlammt ist, wie es beim blauen G33 oft passiert, kriegt man den Dreck mit einfachem Ablassen nicht raus. Die feinen Rostpartikel wirken wie flüssiges Schmirgelpapier.


    Die fressen die Gleitringdichtung der Pumpe auf, Wasser dringt ins Lager,


    Die Werkstatt-Falle (Mein Fehler bei 90.000 km)

    Ich hatte eigentlich schon bei 90.000 km vor, auf das rote G30 (G12+) umzurüsten. Meine freie Werkstatt damals hatte aber schlichtweg Angst wegen der Haftung, da das Auto noch relativ neu war und G30 keine offizielle PSA-Freigabe für diesen Motor hat.

    Rückblickend war das ein riesiger Fehler, auf die Werkstatt zu hören. Wir haben wieder blaues G33 eingefüllt, und es wurde – wer hätte es gedacht – in Rekordzeit wieder braun. Der Korrosionsschutz war einfach sofort wieder überfordert mit dem Dreck, der noch im Block saß.


    Meine Empfehlung für euch:

    Wenn euer Kühlwasser nicht mehr kristallklar blau/grün ist, sondern auch nur den kleinsten Braunschleier hat: Handelt sofort!


    * Radikal Spülen: Nur Ablassen reicht nicht. Das System muss chemisch gespült werden (ggf. mit Reiniger/Zitronensäure), bis nur noch klares Wasser kommt.


    * Umstellen auf Rot (G30/G12+): Das rote Kühlmittel hat deutlich stabilere Korrosionsschutz-Inhibitoren und ist thermisch belastbarer. Es schützt den Alukopf und die WaPu weitaus besser vor Lochfraß und Kavitation.


    * Haftung vs. Motorschaden: Sobald ihr aus der Garantie raus seid, pfeift auf die Farbvorgabe vom Hersteller. Ein sauber gespültes System mit "falscher" Farbe (Rot) ist tausendmal besser als ein vorschriftsmäßiger Motor, der von innen wegrostet.


    Hätte ich damals bei 90k gegen den Rat der Werkstatt auf Rot umgestellt und richtig gespült, würde ich den Grandland heute wahrscheinlich noch fahren.


    Das blaue wurde für den 1.6 Prince-Motor (THP/VTi) 'optimiert', weil der thermisch so extrem auf Kante genäht ist. PSA hat dann aus reiner Sparwut/Logistikvereinfachung entschieden, dass der alte massive DW10 Diesel die gleiche Suppe schlucken muss, obwohl er seit 1999 am Markt ist und die Kilometerfresser und bei anderen Herstellern immer das rote hatten.


    Der 1.5 Diesel und die Benziner sind aber alles voll Alu, da gibt es wenn das Kühlwasser es nicht mehr bringt gibt's Alufraß.

    "Zudem muss ich sagen, dass der Motor spürbar etwas anders verhält nach dem Zahnriemenwechsel 🤔 Das Ansprechverhalten ist etwas schneller, der Motor läuft etwas ruhiger und wummert vom Geräusch her tiefer."


    Ja das kann schon sein der Riemen war vielleicht schon etwas gelängt und die Steuerzeiten leicht verstellt.

    Neue Spann und Umlenkrollen wo die alten die Lager schon fertig oder trocken waren das mehr vibriert haben, und dann noch zusammen mit einem Ölwechsel und die Schmierung stimmt wieder. Das ist zusammen eine "Verjüngungskur".



    "Aber muss ich mir nun massiv Sorgen machen, dass dem so ist? "


    Sagen wir es so, ich glaube du willst nicht dasselbe wie ich erleben.

    "Hat jemand von Euch schon einmal sowas gehört"


    Ja, hatte meiner auch. Der Motorblock ist aus Gusseisen, als der Zylinderkopf unten war, hat der auch ausgeschaut als ob er 30 Jahre alt ist.


    Das Kühlmittel nach PSA Spezifikation baut wohl einfach zu schnell ab.



    Da mir meine Wasserpumpe kaputtging und den Kopfdichtungsschaden dann keiner übernehmen wollte weil "Kühlwasser ist ja dreckig, wurde nicht gewechselt blablabla verklag uns doch" - würde ich heute das Kühlsystem in deiner Situation jetzt komplett spülen lassen und auf G12+/G30 Silikatfrei ROT umstellen.

    "Meister: Kabelbruch im Kabelbaum, Steuergerät?

    Hat jemand hierzu vielleicht Erfahrungen?"


    Unzählige, deswegen ist er auch weg.

    Also 80-120 Fehlermeldungen sind "normal" da steht wirklich jeder "Kleinscheiss" drin, Bordnetzspannung mal bisschen zu niedrig wegen schwacher Batterie etc. haste schon was.

    Das meiste ist nicht relevant.


    Löschen Probefahrt und schauen was bleibt und kommt.


    Der oder die Kabelbäume sind "modern" also viel Aluminium um Gewicht (oder Kupfer) zu sparen. Das ist auf lange Sicht und in Sachen Korrosion aber eine "Spaßgarantie" insbesondere im Zusammenhang mit der reichhaltigen Elektronik unzähligen Steckern Steuergeräten und Sensoren.


    Naja, wenn der Meister mit "oh so viele Fehler das wird teuer" und man schon mit eigenem Leihwagen ankommen muss. Skeptisch bleiben. Will es nicht beschreien aber bevor es ein Fass ohne Boden wird sich vielleicht schon mal emotional von dem Auto distanzieren.

    Entweder man bekommt es für paar 100€ hin das wieder normal fährt und Ruhe ist, wenn dann immernoch Ärger macht besser weg damit.

    Wenn der eolys Tank leer ist, kann der partikelfilter nicht mehr wirklich frei brennen.

    Der verstopft dann schneller und muss ausgebaut gereinigt oder ersetzt werden.


    Das Auffüllen ist keine große Sache aber man muss danach im Motorsteuergerät den Counter zurücksetzen.

    Habe ich nachfüllen lassen bei ca 100tkm.


    "Eolys bekommst du mit der Nummer bei Stellantis-Händlern oder im Internet. Füllmenge war 1.2 oder 1.4 Liter glaube ich. 9736A0"


    AdBlue Tank wird getauscht weil zu doof zum Reparieren, Eolys Tank tauschen allein ohne Zahnriemen für den Preis ist Umsatz generieren weil Geschäft schlecht läuft.


    Wer zum Opel-Händler mit einem Auto älter als 24 Monate fährt ist selber schuld.

    Laut Wartungsplan hatte das bei 90tkm aufgefüllt und zuruckgesetzt werden müssen, hat Opel als DPF auf Garantie getauscht haben aber dann mit dem AdBlue System mich abgezockt haben aber weder kontrolliert noch angefasst noch zurückgesetzt.


    Den 1.5 gibt ohne Eolys der 2.0 hat immer das blaue.

    Es gibt noch anderes Sorten aber die sind für deutlich ältere Peugeot/Citroen.

    Bei meinem Hyundai oder SSangYong war "Freibrenngeruch" außen auch merkbar


    Beim Grandland, selbst wenn gewesen wäre hätte ich ignoriert.

    Im Innenraum nichts, aber das sollte ein hochwertiger Luftfilter auch nicht durchlassen.


    Wenn an der Ampel wahrgenommen wird tippe deswegen eher auf irgendwas im Motorraum (injektor undicht Kupferring, Öl/Turbo/KGE) , oder das nach Opel-Vorschrift ungewartete Getriebe das mit dem alten Öl jetzt zu heiß wird.

    - Kurbelgehäuseentlüftungsventil.

    Membran kann man einzeln tauschen, Opel nur den ventildeckel für 500€+ oder so.


    Ventildeckeldichtung kann auch sein, das raussaut und auf dem Krümmer verbrennt.


    Bei dem kilometerstand, wurde das Eolys bereits aufgefüllt?

    Keilriemen und Zahnriemen schon gemacht?