Beiträge von Diesellotte

    "Du meinst, du kannst dir Elektromobilität aus finanziellen Gründen nicht leisten."

    ^^


    Nein, ich hab schlicht keinen Bock 30,40,50K für "Autos" auszugeben die nichtmal den praktischen Nutzwert eines 1500€ 4er Golf haben. Welcher dann wahrscheinlich immernoch fährt wenn das Ding wie euer "schnee von gestern" 2014 Auto nach 7 Jahren mit 50tkm als wirtschaftlicher Totalschaden "weggeschmissen" wird.


    Das ist einfach nur komplett behindert.


    Aber das ist wahrscheinlich auch ein Mentalitätsproblem, die Deutschen haben im EU Vergleich ja nicht grundlos so miserable Vermögenswerte, zu Rekordpreisen für Strom und Sprit "muss" für viele ja immernoch alle 3-5 Jahre die neue Schüssel mit dem "interessanten Finanzierungsmodell" mit dem man "Steuern spart" oder sonst ein an den Haaren herbeigezogener Selbstbetrug her. Meistens ist es ja sogar nur das "Nutzungsrecht" oder zahlt sogar noch monatlich Abo für die Sitzheizung, egal welche Antriebsart.



    Mobile Realität ist hierzulande, die paar Millionen Trottel, "eure Armut kotzt uns an" die morgens zu ihrer Maloche fahren hauen wir noch ne Extrasteuer drauf, ist doch deren Problem wenn sie von ihrem Wohnblock nicht mit dem Bus oder Rad für die Nachtschicht ins industriegebiet fahren können - und immernoch von einem 3er BMW träumen mit dem die zigtausend Kilometer nachsonstwo heimfahren können.


    "Elektrisches Fahren lohnt sich in vielen Fällen schon beim schlichten Aufladen aus der normalen Haushaltssteckdose"

    Ja, und wenn man gleich im Haushalt bleibt, dann braucht man auch kein Auto.

    Das sind diese "ich bewege mich eh nur maximal 50km von zuhause weit weg" Fahrprofile, von wegen "90 % der Fahrten kannste auch mit skateboard machen" oder so, sobald du den "Sicherheitsbereich" verlässt bricht diese Kartenhauskalkulation zusammen.

    "Wenn ich den neuen X5 elektrisch für dieselbe Leasingrate kaufe wie den neuen X5 als Otto/Diesel dann spare ich an der Haushaltssteckdose" aber wer "braucht" einen X5? - Das größte Argument wäre ja Amortisation irgendwo über Unterhaltskosten, aber die gibt es nicht, öffentlich Laden ist fast genauso teuer und im zweifelsfall teurer als der Sprit, und dann machst halt keinen Ölwechsel aber sie zocken dir 400€ für den Wechsel des Innenraumfilter ab... von den Versicherungseinstufungen ganz zu schweigen.


    Man kann ja "gebrauchtes Elektroauto" kaufen. - Auch nicht, mein kaputter Motor am Grandland, den hab ich für 2k wieder hinbekommen. - Was ihm das Genick gebrochen hat waren die elektromechanischen Fehler, Sachen die identisch bei Elektroautos sind in gleich schlechter/noch schlechterer Qualität, Fahrwerksteile bei den schweren Karossen die gibts nicht bei Autodoc, und ein OnboardLoader macht nicht kroatische Elektriker mit dem Lötkolben im Hinterhof.


    Die einzige Möglichkeit, sich dieses Kartenhaus überhaupt noch irgendwie schönzurechnen, ist die totale mentale Verengung auf die rein monatliche Leasing- oder Abo-Rate. Alles andere – den massiven Wertverlust, die Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals und die Tatsache, dass man für ein reines Nutzungsrecht arbeitet – blendet man im 24-Monats-Takt bis zum nächsten Modellwechsel einfach aus.

    Du zahlst diese Rate aber für den Rest deines automobilen Lebens, jeden Monat und sie wird nicht weniger.


    "Nachhaltig" ist da sowieso nichts dran.


    Es gibt zwar diese ganze Influenzer "ich fahr 10 Jahre schon 1 Mio km mit meinem Tesla" oder sowas. aber wenn man genau hinschaut alles Fake, von den 4 Batterie und den 13 Motoren ging das meiste auf Garantien ( abgeschafft) und Gewährleistung, Ja Toi Toi Toi...


    Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, ob ich nicht doch "was übersehe", umso schlimmer wurde es.

    "insbesondere dann, wenn man den Strom selbst erzeugt und speichert und alle Fördertöpfe ausnutzt."


    Ja wenn ich die Solaranlage geschenkt bekomme oder beim Arbeitgeber lade, oder Auto "Sponsored bei Daddy" oder Daddy Staat oder was weiß ich...

    Aber der ist ein Pimp, "gib mir den hunni dann kriegst du einen zwanni zurück"


    Das ist aber so als ob ich mir eine Eigenverbrauchstankstelle einrichte und dann, die Kosten dafür nicht berücksichtigte.


    Und die Opportunitätskosten bitte auch rausrechnen und der Break even ist dann immer noch am St. Nimmerleinstag, 2045 oder was weiß ich wann, wo ich dann in einem Vogelhaus in Piemont oder irgendwo auf der Bukovina meinen Ofen einheizen, aber bis dahin in der Zwischenzeit ist sowohl die Solaranlage als auch die Batterie einfach fertig.


    Ich habe von LPG Umbauten noch nie viel gehalten. Weil das in der Regel gerade bei ungeeigneten Fahrzeugen auch Milchmädchenrechnungen waren. Aber bei mir ist das halt Kapitalismus von unten.


    Auf ein 2000 € Auto weitere 300.000 km drauf fahren kostet zwar auch mehrfach die Anschaffung... Aber dann ist man immer noch vierstellig, dreimal durchrepariert billiger als jede Anzahlung und selbst wenn man den Sprit noch rein rechnet.


    Mit den Prämissen betriebswirtschaftlich zu drehen damit bei Cheffe gut aussieht, kann man machen, wenn der selber angestellt ist, aber ich bin selber Cheffe mit dem Taschenrechner, und auch wenn man noch so oft ist versucht und selbst gegen die worst Case Realkosten gegenrechnet ich komme immer auf dasselbe...


    Wäre ja schön wenn es anders wäre aber. ¯\_(ツ)_/¯

    Da hättest ja mal vorgerechnet wie viele zigtausende Euros ihr mit dem i3 BMW Windei verbrannt habt.



    1. eine alte Kiste mit LPG, kostet mich in der Anschaffung alleine einen Bruchteil dessen was eine E-Kiste in paar Wochen allein an Wertverlust hat. Da kommen selbst die "Worst Case" Kosten bei meinem Grandland nicht mit.


    2. Reparierbarkeit.

    Parkrempler bei nem billigen Renault Zoe wird schneller wirtschaftlicher Totalschaden als das Ding fährt.


    3. Elektroauto ist teuerste Luxusalternative zum Fahrrad, wenn für 15-18 kwH an der öffentlichen Ladestation dann 12-18€ lassen soll kann man auch weiter V6 fahren.

    Die meisten Leute, die Elektroautos fahren, haben gar keine echten Kilometerleistungen oder Langstrecken-Anforderungen – das sind in der Regel "Jubelperser" - die sich ihre Solaranlage auf dem Dach rausrechnen und die froh sind wenn das eine Mal im Jahr nicht beim Händler 500€ für den Ölwechsel zahlen müssen während ich halt ein Fass in der Werkstatt stehen habe.


    Wenn Deutschland mal das mit der Kaltfusion auf der Reihe hat, oder die gerade gesprengten kühltürme wieder stehen, und in den Elektrokisten genormte Zellmodule stecken, dann vielleicht. Aber was bringt mir zigtausende Euros in nem Plastikbomber zu versenken der nicht mehr Halbwertszeit als ein paar Schuhe hat?

    Maccan sich grad noch leisten was e-caynner mehr haben will.

    Oder so.


    Die Frage hat sich für mich ja beantwortet da das Schicksal mich vom GLX befreit hat.

    Seit nem Monat bleibt der Santa Fe aber meistens stehen und ich Hypermile mit dem Dacia Verbräuche unter 3 Liter weil ich keine Lust auf die Fantasiepreise an der Zapfsäule habe und einmal pro Woche 20 Liter Jahrgang 24 reinschütte...


    Ich kaufe wahrscheinlich in den nächsten Wochen etwas altes billiges hässliches das Flüssiggas verbrennt. Und wenn ich mir 3 elektrische Q8 Etron oder so einen Quatsch vor die Haustür stellen könnte.

    Würde ich auch nur geschenkt nehmen, und dann gleich in die Kleinanzeigen. Da ist absolut gar nichts am Markt was bei mir da irgendeine "kauflust" auslösen würde.


    Ich suche gerade irgendwas billiges mit LPG fertig drin oder knall eine Anlage in meinen Lada. - den hatte ich ja als überbrückungs Auto geholt als der grandland dauernd in der Werkstatt stand und ist der einzige Benziner im Fuhrpark.

    Der Q4, der id4 in teuer. Aber selbes Hartplastik und Trommelbremse weil Vorsprung durch Technik.

    Die größte Identitätskrise der Markengeschichte.


    Q8-E-Tron. 2,6 Tonnen Leergewicht die bewegt werden wollen, wenn dann mehr als 50 km von deiner Solaranlage wegfährst, ist V8 fahren irgendwie preiswerter.


    Und bei dem Jaguar einfach die letzten Werbespots.



    Die perfekte Kombination aus technischer Überforderung und sozialer Erwünschtheit.


    Diese Wunderwerke und ihre Gefangenen kleben dann mit 90 km/h auf der mittleren Spur, blockieren alles und trauen sich nicht mal die Heizung auf 22 Grad zu stellen, weil sonst die Reichweitenanzeige im Cockpit Amok läuft.


    Das sind keine Automobile das sind kognitive Dissonanzen "in Blech".

    Zitat

    Bezieht sich diese Erfahrung nur auf den Diesel?


    Auf den 2.0 Diesel mit Gusseisenblock besonders, und allgemein die Fahrzeuge mit Baujahr vor 2020....


    Interessanterweise wurde nach der Zusammenlegung mit Stellantis und Euro 6D wieder auf "rotes" umgestellt, neue Norm. B71 1111 also G30 (G12+). Also bei späteren Baujahren mit 1.2 Benzinern kein Bedarf mehr.


    Außerdem kann man so verhindern das wegen "keine Ahnung" das alte blaue Silikathaltige wegen Verwechslungsgefahr reingeschüttet wird.