Verbrauchswerte Opel Grandland X

  • Hallo @RouteA5,


    Danke für die nachvollziehbare Darstellung. :thumbup:


    [Da könnte man sich ja direkt ein persönliches und zu erwartendes Verbrauchsdiagramm basteln ... y-Werte = P in Abhängigkeit der gefahrenen Geschwindigkeit.
    => Hätte dann aber auch nur idealisierten und rechnerischen Charakter einer Momentdarstellung]


    MfG
    KLARA



    PS: das würd' dann so aussehen ... (auf der x-Achse ist die Geschwindigkeit in km/h & Datensatz aus RouteA5-Berechnungen)


    P.JPG

    Seit 02/2018 is' er da ^^
    GLX Edition Benziner ; Tiefquarz-Grau, AHK, Dachreling ...

    4 Mal editiert, zuletzt von KLARA () aus folgendem Grund: Diagramm zugefügt

  • @RouteA5
    Schöne Berechnung! Voll aufwändig!
    Nur so nebenbei: Bei Wikipedia gibts eine cw-Wertliste, da wird für den Golf VII und für den BMW X3 der gleiche Werte mit 0,29 angegeben.


    Ah richtig, mein Wert für den Golf VII von 0,27 war offenbar die Bluemotion Versison, der normale hat in der Tat 0,29.
    Der neue X3 kann den niederigen Wert von 0.29 aber auch nur durch Gimmicks wie die gesteuerten Klappen hintern den Gittern in den Nieren erreichen, die natürlich auch nicht immer geschlossen sind. Dafür hat er mit 2,715 m^2 aber eine nochmals größere Stirnfläche als der Grandland.
    Also auch bei gleichem cw-Wert des X3 im Vergleich mit dem Golf hat der X3 dann einen um (2,249 m^2 zu 2,715 m^2) immerhin noch konstant 20% größeren Luftwiderstand.


    Wollte damit nur aufzeigen, daß der von lubert erwähnte gewohnte Express-Zuschlag bei unserer Karosserievariante halt noch einen Extra-Bonus-Spezial-Zuschlag erfordert den man sich bewusst sein sollte.
    (dafür steige ich jetzt etwas eleganter aus dem Grandland als vorher aus meinem 3-er BMW mit dem Sitz auf der untersten Stufe...)


    Zu KLARA's Bildchen: in diesem VW-Dokument ist ein ähnliches Diagramm drin.


    Das Bildchen zeigt zwar einen Golf VI mit 122 PS TSI, aber es geht um die Tendenz (auch der futtert 8 Liter bei 140 km/h im 6-ten).
    golf_verbrauch_diagramm.JPG
    Je höher die Geschwindigkeit desto höher der Einfluss des Luftwiderstands und die Kürve krümmt sich mehr und die Steigung wird steiler.
    Ist nun (wie bei uns) der Luftwiderstand generell größer verstärkt sich der Effekt des luftwiderstandsbedingten Anstiegs und die Krümmung wird noch steiler als hier im Bildchen.
    Mehr Geschwindigkeit kostet dann überproportional mehr Sprit im Vergleich zur Kompaktform.

    Grandland X 1.2 - Dynamic - Automatik - Park&Go Premium - AGR Fahrer/Beifahrer - Navi 5.0 - AFL LED - 18 Zoll Mehrspeiche - Topas Blau

  • Hallo @RouteA5

    ... Je höher die Geschwindigkeit desto höher der Einfluss des Luftwiderstands und die Kürve krümmt sich mehr und die Steigung wird steiler.
    ...
    Mehr Geschwindigkeit kostet dann überproportional mehr Sprit ...

    ... und damit hängt's dann wieder an jedem selbst und wie derjenige unterwegs ist; mathematisch kein "Wunder" :D



    MfG
    KLARA

    Seit 02/2018 is' er da ^^
    GLX Edition Benziner ; Tiefquarz-Grau, AHK, Dachreling ...

  • Den höchsten Schnitt hab ich, wenn ich 5 Arbeitstage in einer Woche nur täglich 2x6km zu meiner Arbeitsstelle fahre.
    Da hab ich dann zwischen 9,5 und 10,5 l/100km draufstehen.

    Für solch kurze Strecken nutze ich das günstigste Verkehrsmittel der Welt: Mein Fahrrad. Für den Betrieb brauche ich nur reine Muskelkraft.
    Das senkt auch den Durchschnittsverbrauch meines Grandlands ungemein und ist nebenbei auch klimafreundlich ;)

  • Da weiß ich ja was in Zukunft auf mich zu kommt :D danke für die Info :thumbup:

    GLX 1.6 Ultimate Automatik Diamandschwarz Zugelassen 29.05.19 :thumbup:

  • Mein 2.0 D mit Automatik hat jetzt 12 000 km runter.


    Mein Verbrauch liegt berechnet bei zurückhaltener Fahrweise bei 5,6l.
    Wenn ich die Leistung nutz steigt er bis 7,2l an.

    GLX 2.0 D Ultimate 8 AT und sonst Allem.
    19 Zoll inklusive in Perlmutweiß

  • Hallo zusammen,


    ja, die Sache mit dem Spritverbrauch ist so eine Sache. Wenn ich aktuell ein Auto names Ford S-Max von Baujahr 2009 fahre, welches einen 2 Liter Dieselmotor mit 115 PS und eine Karosserie mit einem Luftwiderstand wie ein Scheunentor hat, immer ein Gewicht von mindestens 1,7 - 1,9 Tonnen auf die Matte bringt (bei Fahrten in den Urlaub auch schon mal nachgewogene 2,3 Tonnen) und dabei über diese nun fast 10 Jahre / 180.000 km einen durchschnittlichen Spritverbrauch von 6,9 - 7,0 Liter/100 km hat (95 % Kurzstrecke bis 12 km, immer mit Kaltstart, übereinstimmend BC und Nachrechnungen), bei gemütlichen Urlaubs-über-Land-Fahrten runter geht auf 4,5 Liter (gemesssen über eine ganze Tankfüllung mit Reichweite dann 1.500 km), dann bin ich von allen neueren Autos enttäuscht.


    Wo ist die Entwicklung der letzten 10 Jahre? Wo sind die Ergebnisse der ganzen Optimierungen wie Gewichtsersparnis und Luftwiderstand? Wo ist das vor gefühlt ewigen Zeiten angekündigte drei-Liter-Auto? Einen Spritverbrauch von 4 Litern hatte ich 1987 schon bei meinem Kadett D 1,3 N / 60 PS mit Solex-Vergaser, wenn ich auf der Autobahn konstant 120 km/h gefahren bin. 2 x Trier-Köln und zurück (je Einzelstrecke 200 km) plus tanken nach Luxemburg 50 km mit 45 Liter-Tank war damals schon möglich. Meinen Kadett E 1,3 N / 60 PS mit elektronischem Vergaser habe ich 250.000 km gefahren mit über diese Gesamtlaufzeit gemessenen 7 Liter, und der wurde zeitlebens geprügelt bis zum Lumpenkotzen, lief (nach Tacho) locker 190 - 200 km/h.


    Warum ist die Motorenentwicklung stehen geblieben? Die Motoren werden immer leistungsfähiger bei zugleich kleinerem Hubraum. Ist das vielleicht das Problem? Wenn ich die kleinen Mühlen mit 1,0 oder 1,2 Liter Hubraum heutzutage mal richtig trete, dann saufen sie wie ein Loch. Geschäftlich fahre ich einen Audi A 5 mit 3,0 TDI quattro, der kennt auf der Autobahn nur 190 km/h aufwärts (natürlich nur da, wo es erlaubt und möglich ist). Der fährt jetzt über 170.000 km mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,8 Liter. Da geht das.


    Es ist alles sehr sonderbar.


    Gruß



    Niko

  • Mercedes hat so eine "Zeitreise" eines modernen Power-Diesels von 2009 in eine 190-er Karosse von 1998 mal gemacht.
    190-er Power-Diesel
    Da wird der Fortschritt von 20 Jahren Motorentwicklung ersichtlich.
    Es sind die Fahrleistungen in Kombination mit dem Verbrauch.

    Grandland X 1.2 - Dynamic - Automatik - Park&Go Premium - AGR Fahrer/Beifahrer - Navi 5.0 - AFL LED - 18 Zoll Mehrspeiche - Topas Blau

  • Das Problem der heutigen Autos ist das Gewicht, wie auch im Bericht herauskommt. 470 kg Mehrgewicht der heutigen C-Klasse gegenüber dem 190er von damals sind Welten. Und die Motorenentwicklung muss damit erst einmal mithalten, dieses Gewicht zu schleppen und gleichzeitig die von uns allen gewünschten besseren Fahrleistungen bereit zu stellen.


    Aber wo kommt das Mehrgewicht denn her? Ein Ascona B von 1978 wog 950 kg, ein Rekord E von 1983 lag bei 1200 kg, ein Omega A von 1988 dann bei 1350 kg. Und von Auto zu Auto gabe es eine deutliche Tendenz zu mehr Komfort, mehr Sicherheit und mehr Schadstoffreinigung: Vor 30 oder 40 Jahren hatte bei weitem nicht jedes Auto 120 PS oder mehr, Katalysator, Ad-Blue-Abgasreinigung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Airbags an alle Stellen des Innenraums, Stahlrohrverstärkungen in den Türen, Steuergeräte an allen Ecken und Enden, Breitreifen usw. Allein der Kabelstrang eines heutigen Mittelklasseautos wiegt 150 kg (!) und ist damit schwerer als der eigentliche Fahrzeugmotor an sich. Wahnsinn. Stärkerer Motor heißt verstärkte Getriebe und Achsen, heißt wiederum schwerere Autos, stärkere Federn, breitere Reifen, größere Felgen, mehr Steifigkeit wegen Crashtest, ein Rattenschwanz ohne Ende: Das gibt viele viele Kilos, und jeder Kleinstwagen muss das alles heute haben. Wir, die Kunden, wollen es so. Und was wurde nicht schon alles abgespeckt an den Autos: Kunststoff- und Alu-Teile statt Stahl, dünneres Blech, kein Ersatzrad mehr usw.


    Im Ascona B 2.0 E konnte man im Motorraum noch Nachlaufen spielen, heute ist der eigentliche Motor das kleinste Bauteil unter Haube. Der heutige Kleinstwagen Opel Karl meines Sohnes wiegt schon über 1.000 kg, mein Kadett D von 1984 brachte es mal gerade auf 760 kg. Der Kadett E hatte 830 kg mit einem 1,3 Liter / 60 PS, aber diese Kiste hatte damals sehr ähnliche Fahrleitungen (Beschleunigung, Geschwindigkeit am Berg, Vmax) wie ein heutiges 120 PS-Auto, dem Gewicht sei Dank. Klar, diese Leistung muss erst einmal bereit gestellt und mit Kraftstoff versorgt werden. Der D-Kadett hat damals schon bei 110 - 120 km/h auf der Autobahn etwa 4 Liter/100 km gebraucht. Mit dem 45 Liter-Tank bin ich zweimal Trier-Köln und zurück gefahen plus 50 km hin und zurück nach Luxemburg zum Tanken. Deshalb bleibe ich dabei: Die Motorenentwicklung hat, was Spritverbräuche angeht, über Jahrzehnte mit der allgemeinen Entwicklung des Automobils bestenfalls Schritt gehalten, besser geworden ist sie aber nicht. Und wenn ich in einem Ford Focus Benziner "Eco"-Boost auf der (sehr) schnellen Fahrt Trier-Koblenz und zurück (gesamt ca. 250 km) den vollen Tank fast leer fahre - aus weia ...


    Der Nutzfahrzeug-Bereich zeigt, dass es anders geht: Haben große LKW in der 70er und 80er Jahren noch teilweise Verbräuche von 60 - 70 Liter Diesel auf 100 km gehabt, so liegen wir heute teilweise schon bei unter 30 Liter. Und das bei mindestens so hohen Anstrengungen für Schadstoffreduzierungen und bei noch höherem Komfort als im PKW. Da steht ja auch die Wirtschaftlichkeit des LKW an oberster Stelle. Bei gleichen Gewichten, 40 t sind 40 t, im Gegenteil: Die Eigengewichte der LKW wurde mit Ziel höherer Nutzlasten sogar um etwa 10 % nach unten gebracht. Es geht, wie man sieht, beim PKW ist es aber nicht gewollt. Die Minderalölindustrie lacht sich tot.


    Und wenn dann heute neue Hybrid-Fahrzeuge groß angekündigt werden mit Spritverbräuchen von durchschnittlich 5 Liter/100 km: Das ist doch lächerlich. Dafür brauche ich nicht den Hybrid-Aufwand zu treiben, dass kriegen wir doch auch so schon hin. Wollen wir aber nicht. Die Autos müssen ständig größer und leistungsfähiger werden, das ist das Bestreben des Menschen. Man will sich ja verbessern, aber tun wir das wirklich?


    Bin gespannt, was die Zukunft uns bringt.


    Gruß



    Niko