Der Durchschnittsverbrauch lag bei ca. 10l / 100 km. Ohne eSAFE im Sportmodus liegt der Durchschnittsverbrauch bei ca. 6 l / 100 km.
Das ist eine von den Schlagzeilen die im Gedächtnis bleiben, wenn unqualifiziert über eSave berichtet wird.
Ein um zwei Drittel höherer Verbrauch bei eSave!
Wow, das kann ja gar nicht effizient sein!
Schön, wenn da mal jemand genauer hinkuckt!
Du hast einen Test gemacht und der zeigt - und das schon bei einem vergleichsweise niedrigen (Haus-)Strompreis - wie schnell sich die vermeintlich gewaltige Differenz relativiert, wenn man das Ganze mal unter der Lupe betrachtet.
Dein Testergebnis passt - wie ich finde - gut zu den Werten, die ich hier früher schon gepostet hatte und bestätigt meine Ansicht, dass die Nutzung oder Nichtnutzung von eSave während einer längeren Fahrt ohne Ladestopp nur zu vernachlässigbar niedrigen Abweichungen führt.
Dies um so mehr, als die Differenz ja dadurch noch kleiner wird, als die eSave-Funktion ja auf größeren Strecken nicht während der gesamten Fahrt genutzt wird, sondern nur ab und zu, wenn der Akku wieder aufgefüllt werden soll.
cbs3000 hat die Möglichkeit zum Hausstromtarif aufzuladen nicht und muss die Preise an öffentlichen Ladesäulen in die Auswertung einsetzen. Bei der aktuellen Preisstruktur (Benzin / Strom) leuchtet dann schnell ein, dass Aufladen per eSave auch von der Kostenseite her für ihn die günstigste Alternative ist, vorausgesetzt er führt die Fahrten zum Aufladen nicht nur zum Aufladen durch, sondern nutzt dafür ohnehin geplante Fahrten.
Bis zum Beweis des Gegenteils behaupte jetzt einfach mal darüber hinaus, dass es - verbrauchskostenmäßig gesehen - ziemlich egal sein dürfte, ob man den Akku gelegentlich bzw. regelmäßig per eSave auflädt, oder einfach immer mit leerem Akku herumfährt der ja dann tatsächlich nicht wirklich leer ist, sondern automatisch auf dem minimal Kapazitätslevel gehalten wird. Es ist unmöglich, dieses minimal erforderliche Level nur durch Rekuperation zu erhalten, was bedeutet, dass auch dann der Benzinmotor in Anspruch genommen wird. Nur, dass man es dann eben nicht selbst 'beauftragt', sondern dass das dann eben gemacht wird, wenn das Auto es für nötig hält. Die eSave-Funktion aktiv selbst zu wählen hat dann sogar den Vorteil, dass auf geeigneten Streckenprofilen zu tun und nicht genau dann, wenn es eigentlich kaum sinnvoll ist.
Oder anders ausgedrückt: eSave-Aufladen und Nie-Laden sind im Ergebnis beide gleich effizient. Oder, bitteschön, beide gleich ineffizient, wenn man es lieber von dieser Seite aus bekucken möchte.
Das ist nur eine Frage der Definition.
Was mich noch interessieren würde und zu dem bisher nichts gesagt wurde ist die Frage der Auswirkungen auf die 'Akku-Gesundheit'. Das Aufladen per eSave funktioniert gegenüber dem Aufladen mit dem Ladekabel deutlich schneller. Als wir die Tests damals gemacht haben - und es auch um die Frage nach dem richtigen On-Board-Loader ging - wurde mir diesbezüglich hier im Forum die Auskunft erteilt, dass die Schnellladung dem Akku nicht schaden würde.
Wie ist das aber, wenn man den Akku ständig am unteren Kapazitätslimit hält?
Ist das gesund?
Vielleicht gibt es ja Akkuexperten hier, die sich dazu mal äußern können ...
Grüßle, Sami 🕊️