Hallo zusammen,
mein GLX-H2 und ich gehen gerade durch den zweiten gemeinsamen Winter.
Nach der Übernahme im Oktober 2021 mit einer Anzeige von elektrisch fahrbaren 56 km wurde diese Reichweitenprognose über die Wintermonate und den Jahreswechsel 2021/2022 immer geringer und pendelte sich in einer Spannweite von 24 bis 28 km ein, wobei die Extremwerte bei 20 bzw. 30 km lagen. Mit dem Frühjahr gingen die Werte dann wieder hoch und ich kam auch wieder an Reichweitenprognosen von 50 bis (selten) 60 km heran. Die niedrigen Werte im vergangenen Winter haben mich erwarten lassen, dass es jetzt aktuell noch weiter nach unten geht mit der Reichweite, denn in der Winter-Saison 2021/2022 gab es hier im Rheinland nur wenige Frosttage und die Tiefsttemperaturen lagen auch nachts meist noch im Bereich von über Null Grad.
Diesmal ist es - für unsere Verhältnisse - schon echt kalt. Überraschend stelle ich aber fest, dass meine Reichweitenanzeigen durchgehend über denen liegen, die im letzten Winter angezeigt wurden.
Auch bei länger anhaltendem Frost ist der niedrigste Anzeigewert nicht unter 24 km gefallen und an guten Tagen komme ich sogar auf 36 km.
Nach wie vor beobachte ich, dass die angezeigten Reichweitenprognosen relativ zuverlässig geschätzt sind und - bei meiner Fahrweise - meist auch tatsächlich den elektrisch fahrbaren Kilometern entsprechen.
Die angesichts der Temperaturen unerwartete 'Reichweitenprognosensteigerung' kommt mir seltsam vor und ich dachte, ich berichte das mal, um eventuell mal zu hören, wie das bei euch so aussieht.
Ich weiß natürlich, dass die angezeigten Reichweiten nur Schätzungen sind und auch, dass der Akku nicht völlig leer ist, wenn der analoge Zeiger am unteren Anschlag liegt, und auch, dass er nicht unbedingt voll sein muss, wenn der analoge Zeiger oben anschlägt. Dank der in dieser Hinsicht präziseren Angaben in der Tronity-App kann ich sehen, dass immer eine Akku-Reserve von 18-20% erhalten bleibt und der Vollausschlag schon bei knapp über 90% erreicht wird.
Die Tronity-App zeigt mir nach dem Aufladen aktuell Startwerte von 98 bis 99% an.
Da ich mich allein darauf nicht verlassen möchte, kontrolliere ich auch regelmäßig die tatsächlich aufgeladenen Strommengen, um frühzeitig feststellen zu können, ob sich aus einer abnehmenden Ladungsmenge möglicherweise ein gewisser Akkuverschleiß ablesen lässt. Zwischen den im Vorjahr und jetzt über Nacht an der Wallbox nachgeladenen Strommengen gibt es dabei bisher keine spektakulären Differenzen.
Insofern habe ich nun, nach 18 Monaten mit (fast) täglicher bzw. nächtlicher Ladung, noch keine Hinweise auf eine nennenswert abnehmende Akku-Kapazität.
Mein Auto steht allerdings nachts meist in einer frostfrei beheizten (ca. 5° C) Garage, und wenn nicht, dann doch immer noch relativ geschützt unter einer nur vorne offenen Remise.
Dank der Fingernagel schonenden, vorprogrammierbaren Standheizung musste ich bisher noch nie Eis von den Scheiben kratzen.
Grüßle, Sami 🕊️