Grandland Facelift (2023) – Meldung „Motor reparieren lassen“ nach kurzer Fahrt jemand ähnliche Erfahrungen?

  • Auch die anderen Elektronikfehler habe ich angesprochen. Laut meinem FOH handelte es sich dabei wohl um einmalige Fehlermeldungen, die bei Stellantis-Fahrzeugen leider nicht ungewöhnlich seien.

    Die Aussage fand ich ehrlich gesagt schon etwas ernüchternd. Wenn selbst der eigene Vertragshändler solche Elektronikprobleme als mehr oder weniger normal bezeichnet, fragt man sich natürlich, was man davon halten soll. Irgendwie traurig, wenn man über die Produkte, die man selbst verkauft und betreut, so spricht.

    Ich kenne die Fehler U* und B* von meinem verflossenen Grandland X auch nicht anders.

    Auch mein Octavia wirft schon nach dem ersten Motorstart sowohl mit Kommunikations- als auch Unterspannungsfehlern um sich.

    Es ist also weniger so, dass Geringschätzung ausgedrückt wurde. Vielmehr ist das Systemverhalten von wirklich vielen Steuergeräten einfach so. Der Startvorgang ist etwas sehr Belastendes für den Stromhaushalt in einem Auto.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang


  • Da braucht man nicht mit Stockholm Syndrom anfangen.


    Das ist einfach schlecht konzipierte bei VAG und Franco- Stellantis.


    Bei vernünftig ausgelegten Systemen wird die Sensorik während Startmoments geglättet und über Kondensatoren/Spannungsstabilisatoren in den steuergeräten gepuffert, damit der Bus eben nicht bei jedem Kaltstart den Speicher voller Müll müllt. Man baut Trennrelais ein, und die Steuergeräte sind für wesentlich größere Spannungsfelder ausgelegt, Geräte nach japanischem industriestandard oder bei "altdeutschen" Fahrzeugen laufen auch noch bei 9 Volt stabil.


    Die Elektronik konzipieren bei den Europoors irgendwelche Hiwi Praktikanten im Großraumbüro. Wenn im Versuchsaufbau am 13,8 Labornetzteil alles funktioniert ist okay, und die Geräte fertig dann der mit dem billigsten Zuschlag, der selber noch mal die billigsten der billigsten Sachen einkauft und jeder mögliche Widerstand und 1ct Kondensator wird noch eingespart. Und das nicht im Sinne von "Value Engineering" sondern einfach maximaler Rotstift.


    Gleichzeitig will man dann aber trotzdem jede Digitalfunktion, Assistenzsystem und jede Komfort Funktion für den Wettbewerb und das volle Prospekt mit anbieten.

    Das Ergebnis ist ein extrem komplexes, fehleranfälliges System aus minderwertigen Teilen, das mechanisch wie elektrisch auf Verschleiß und geplante Obsoleszenz konstruiert ist.


    Von den hauchdünnen nicht richtig abgeschirmten Alukabel-bäumen pfuschigen Massepunkten usw. noch nicht zu reden.


    Die Autos werden genau auf Kante genäht. Erster Leasingkunde 1-2, vielleicht noch zweiter 3-5 Jahre. Danach Sinflut.


    Früher hätte man gesagt ja dann kauf halt einen Japaner oder Koreaner, aber wenn die für den EU-Markt lokalisiert werden müssen sind die technischen Auflagen dabei nur noch mit soviel elektronischer und mechanischer Anfälligkeit zu erfüllen, dass man den Qualitäts-Limbotanz entweder mitmacht oder halt gleich gar keine Autos hier mehr anbietet.