Hallo zusammen,
ich komme nochmal auf mein Posting #14 in diesem Thread zurück, da die darin von mir vorgenommenen Berechnungen nicht alle möglichen Ladeverfahren berücksichtigen.
Das Versäumnis ist ergebnisrelevant und führt zu einer anderen Einschätzung.
Nicht berücksichtigt wurde dabei nämlich die Möglichkeit, den Fahrakku über die eSave-Einstellungen während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor aufzuladen.
Über das eSave-Verfahren kann der Akku so schnell aufgeladen werden, dass sich auch gegenüber dem kabelgebundenen Laden mit dem 7,4-kW-Lader an einer 22-kW-Ladesäule noch ein sehr erheblicher Zeitvorteil ergibt.
Bei Nutzung dieses Verfahrens anstelle der Aufladung an einer Ladesäule entfällt dementsprechend der Zeitvorteil vollständig, der durch die Berechnungen von cbs3000 in Posting #10 beziffert und von mir in Posting #14 überarbeitet wurde. Denn wie ich inzwischen weiß, spielt es für diese Art der Aufladung keine Rolle, welcher OBC verbaut ist, da weder der 3,7-kW-Lader, noch der 7,4-kW-Lader an der Aufladung im eSafe-Betrieb beteiligt sind.
Überschlägliche Berechnungen unter Berücksichtigung der neuen Situation haben ergeben, dass nur in ganz besonders ideal gestalteten Szenarien - theoretisch - noch innerhalb der gewöhnlichen Nutzungsdauer des Fahrzeuges eine Amortisation der Investition in den 7,4-kW-Lader angenommen werden kann. In den allermeisten Fällen kommt es dazu nicht.
Als grundsätzlich sinnfrei würde ich den 7,4-kw-Lader trotzdem nicht bezeichnen, da eine schnellere Aufladung z. B. auf den für eFahrzeuge reservierten Parkplätzen ja trotzdem durchaus Sinn ergibt.
Die Anschaffung dürfte aber nur in sehr wenigen Fällen wirtschaftlich sinnvoll sein.
Auch den Begriff Abzocke ohne Gegenwert würde ich nicht verwenden, da man ja ein entsprechend schneller aufladendes und nutzbares Bauteil erhält.
Man leistet sich damit eben einen besonderen Luxus, der ja auch in vielen anderen Fällen unwirtschaftlich ist (z. B.: Premium Sound System).
Die grundsätzliche Kritik an den Ausführungen von @HeiPo zu diesem Thema - hier in Posting #8, sowie zuvor in einem anderen Thread - halte ich natürlich nicht mehr aufrecht.
Seine Einschätzung dazu ist vielmehr zutreffend, wenn auch für meine Begriffe etwas krass formuliert.
Der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass alle diese Überlegungen sowieso nur für diejenigen Fahrzeuge gelten, die nicht über Nacht an einer heimischen Wallbox oder Steckdose aufgeladen werden können.
Die neue Beurteilung gilt außerdem nur unter dem Vorbehalt, dass die schnelle Aufladung im eSave-Verfahren dem Akku technisch nicht schadet und auch keinen vorzeitigen Verschleiß verursacht. Insofern vertraue ich auf die Richtigkeit der mir diesbezüglich erteilten Auskünfte hier im Forum. Über eine eigene technische Expertise zur Beurteilung dieser Fragen verfüge ich nämlich nicht.
Meine Nachlässigket, die eSave-Ladung nicht bereits frühzeitig in meine Überlegungen einzubeziehen, bitte ich zu entschuldigen.
Grüßle, Sami