Also, dass es 'offizielle' Angaben zum Einfluss der eSave-Funktion gäbe, wäre mir auch neu.
Ich bin ziemlich sicher, dass es dazu von Opel/PSA/Stellantis keine 'Normwerte' gibt.
Von meinen eigenen Erfahrungen habe ich ja hier in unterschiedlichen Threads berichtet.
Eine relativ genaue Verbrauchsberechnung für eine Langstreckentour habe ich hier RE: Wie kommen solche Verbrauchswerte von 1,3 l/100 km und 15,2 bis 15,6 kWh/100 km zustande? (mit dort genannten weiteren Fundstellen) aufgestellt. Dabei komme ich zu dem Ergebnis, dass es hinsichtlich der Höhe der Fahrtkosten eher keine Rolle spielt, ob man eSave nutzt oder nicht.
Inwieweit man meine Erfahrungen verallgemeinern kann, hängt natürlich von der eigenen Fahrweise und von vielen weiteren Faktoren ab.
Persönlich nutze ich die eSave-Funktion im Alltag nur wenig, da ich das Glück habe, alle meine Fahrten (normalerweise) rein elektrisch durchführen zu können und weil ich außerdem (fast) überall umsonst Strom nachtanken kann. Wobei ich natürlich weiß, dass mein Strom nicht wirklich umsonst ist, aber es zahlt halt jemand anders dafür ... (weil ich so sympathisch bin
)
Meine Strategie auf längeren Fahrten ist die gleiche, wie ich sie in dem Reisebericht beschrieben habe. Elektrisch losfahren, den leergefahrenen Akku per eSave wieder aufladen, wieder leerfahren ...
Wenn ich weiß, dass ich am Ziel eine Lademöglichkeit habe, fahre ich natürlich so, dass ich nicht mit per eSave voll geladenem Akku ankomme.
Angesichts der Tatsache, dass es vermutlich egal ist, ob man unterwegs nachlädt oder nicht, gibt es dafür eigentlich keine Notwendigkeit. Wenn ich das trotzdem mache, dann vielleicht, weil ich keine leeren Akkus mag. Oder aus irgendeinem anderen Grund. Ich mache es eben so.
Generell ist es wohl so, dass die Aufladung per eSave bei hohem Tempo langsamer stattfindet. Auf Stadt- und Landstraßen kann man den leeren Akku innerhalb einer Strecke von ca. 50 km aufladen. auf der Autobahn kann dafür mehr als die doppelte Strecke nötig sein. Außerdem kommt es natürlich auch auf das jeweilige Streckenprofil an.
Um einen eigenen 'Richtwert' zum von der eSave-Funktion verursachten Mehrverbrauch zu ermitteln könnte man - bei leerem Akku - den Benzintank randvoll tanken, per eSave die üblicherweise genutzten Strecken solange fahren bis der Akku wieder voll ist, erneut voll tanken, anschließend die exakt gleiche Tour noch einmal im Sport-Modus abfahren und wieder voll tanken. Die Differenz zwischen den nach den beiden Fahrten getankten Benzinmengen ginge dann auf das Konto von eSave.
Wie aussagefähig dieser Wert ist, ist allerdings - meiner Meinung nach - fraglich. Für eine wirklich aussagefähige Angabe müsste man die Tour auch nochmal rein elektrisch fahren, denn mit eSave bekommt man ja die Akkuladung als Gegenleistung. Wenn der Akku dann bei einer geringeren Fahrstrecke leer ist, als zu Aufladen durch eSave notwendig war, dann lohnt sich eSave (auf dieser Strecke) nicht.
Wenn noch Akkuladung übrig bleibt, ist eSave dagegen (auf dieser Strecke) vorteilhaft.
Vielleicht probiert das ja mal jemand aus. Dann wäre es natürlich nett, hier von den Ergebnissen zu hören ...
Nur zur Vervollständigung eurer Informationen noch eine letzte eigene Beobachtung, die ich aus den Aufzeichnungen der Tronity-App ablese: beim Aufladen per eSave wird der Akku nie ganz voll geladen, sondern nur zu ca. 95%. Als technisch laienhafte Anfängerin könnte ich mir vorstellen, dass es da Begrenzung gibt, vielleicht aus Sicherheitsgründen. Aber das ist eine reine Spekulation von mir.
Grüßle, Sami 🕊️