Automatik braucht ewig zum hochschalten nach dem Beschleunigen!

  • Hallo Leute!
    Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit der Automatik im Grandland X (AT8). Sie schaltet sauber und ruckfrei rauf und runter (Japanische Qualität halt), aber bei der Abstimmung ist wohl etwas schiefgelaufen:
    Wenn man auch nur einen Millimeter Gas gibt, schaltet sie schon ein oder zwei Gänge runter. Wenn ich mal stärker beschleunigen will, jault der Motor bis fast zum Anschlag hoch, wo ich bei nem Schalter im gleichem Gang geblieben wäre, den Rest macht ja der Turbo. Dann gehe ich vom Gas und lass den Wagen rollen, aber das verdammte Getriebe braucht ne gefühlte EWIGKEIT (Ca. 5 Sekunden) um wieder hochzuschalten! Das ist doch nicht normal, oder? Kein Wunder, das die Kiste soviel verbraucht. Mein Ford mit dem 50 Jahre alten FMX 3-Gang (Auch genannt: Das Unzerstörbare) schaltet schneller wieder hoch vom 1. in den 3. Gang. Leider gibts bei Opel ja keine Sport/Eco-Taste, ich denke das würde es etwas abmildern.

  • Doch, ist normal, aber das hast du normal nur wenn du quasi in den "Kick-Down" gehst, und beim ausrollen lassen bleibt der Motor in der hohen Drehzahl, und hängt dann ein paar Sekunden im 3 oder 4 Gang bei über 3000 Umdrehungen.


    Ist vermutlich für starke Bergsteigungen oder sowas gedacht.


    Wenn du schnell beschleunigen willst für Überholmanöver nicht auf das Gas wie bei ner Kupplung draufsteigen sondern langsam das Pedal weiter runterdrücken, das ist sowieso elektronisch, und dann hat das Getriebe auch seine Viertelsekunde für die Schaltvorgänge. - Wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist den Druck reduzieren, dann schaltet es ganz normal hoch.

  • @SebastiannRW


    Wenn du willst das er recht zügig wieder hoch schaltet, darfst du das Gas nicht komplett weg nehmen, nur "zurück" gehen aber den Fuß nicht ganz runter nehmen, dann schaltet meiner zumindest gleich hoch.
    Wenn ich das Gas ganz weg nehme bleibt er im unteren Gang.
    Ich vermute das er extra so abgestimmt ist, das wenn du auf der Autobahn fährst wo du mal schnell das Gas weg nimmst um aber danach gleich wieder zu beschleunigen, bleibt er eben im unteren Gang mit hoher Dehzahl und dementsprechenden Dehmoment .
    So macht es für mich Sinn, wie ich auch schon selbst festgestellt habe.

  • Ich habe mich extremst mit Automatikgetrieben (auch praktisch) beschäftigt...AT-Tausch beim Ford Mondeo selbst gemacht und mehrfach Ölwechsel beim AT-40 vom Opel Signum...
    Das oben beschriebene Fahrverhalten tritt auf, wenn der Füllstand vom Getriebeöl zu niedrig ist... (oder die Viskosität nicht passt. oder das Öl "verbrannt", aka verbraucht ist)
    Natürlich kann man das Verhalten auch steuerungsseitig bestimmen oder verhunzen... ;)


    Schon beim Signum war das die Rede herstellerseitig von einer "Lifetime"-Ölfüllung, was an sich schon völliger Unsinn ist, da durch die mechanisch-temperaturmäßige Beanspruchung das Öl von sämig rot, zu verbrannt, flüssig und schwarz wechselt...da passen dann beim Schaltvorgang die Drücke nicht mehr...Ein Wechsel des Öls muß in mehreren Stufen erfolgen, da man nur knapp 2/3 des Öls ablassen konnte, oder man macht eine umlaufende Ölspülung nach der Eckardt-Methode...


    Nur am Rande: Hätte ich mich nicht selbst um diese "Geschichte" beim Signum gekümmert hätte, dann hätte ich alle 80.000 km ein neues Getriebe gebraucht, à 5.500 CHF (ca. 4.800 €) mit Einbau bezahlen sollen...so waren es lediglich 7x 1-Liter-Flaschen "Fuchs 6000"...Die freundlichen Opel-Händler behaupteten steif & fest, da würde kein Öl-Wechsel vorgesehen sein...obwohl in einem anderen Forum gelesen habe, daß es doch vereinzelt "AT-Getriebe-Kundige" Mechaniker bei Opel-Werkstätten gibt, die sich an so ein Getriebe herantrauen...

    1 x Grandland X 2.0 D mit ALLES, außer Panoramadach & AHK... :D

    3 Mal editiert, zuletzt von GLX_DIESEL_2.0 ()

  • Ich denke das ist normal weil es kein generelles Problem ist und man das Verhalten schon gezielt provozieren muss, wenn das Getriebe in diesem "Kickdown"-Modus ist dann hält es die Drehzahl so hoch weil es auf den nächsten "Sportlichen" Gangwechsel wartet, und der kommt dann nicht weil der Bleifuss eben weg ist. Das bleibt dann kurz noch in diesem Modus damit es "reagierbereit" ist, und wechselt dann wieder auf normalen Fahrmodus zurück.


    Beim Peugeot Rifter in der BDA wird das so erklärt für das EAT8


    Zitat

    Zum maximalen Beschleunigen ohne Betätigung des Gangwahlrads (hier Kulisse) treten Sie das Gaspedal ganz durch (Kickdown). Hierbei schaltet das Getriebe automatisch zurück oder behält den eingelegten Gang bis zum Erreichen der maximal zulässigen Motordrehzahl bei


    Automatiköl wird in Zukunft da irgendwann ein Thema sein, aber jetzt sind die Autos noch zu neu, und die Getriebe sind versiegelt und haben keinen Peilstab und nichts, solang kein ATF unterm Auto raustropft sind die Dicht. Btw. bei meinem Vater ging seine EAT6er auch mit den beim Auto vorgesehenen Ölwechseln alle 60tkm kaputt, da waren irgendwelche Magnetventile innen Fehlerhaft und reparieren konnte/wollte das auch niemand.


    Das EAT8 bzw AWF8F35 hat tatsächlich ne wesentlich strengere Ölnorm die tatsächlich mit 150tkm Laufleistung für das Öl angegeben wird, und ist schon wieder ne andere Geschichte als die 6gang. Aber ist ja schön wenn das Öl theoretisch solange halten kann aber der Abrieb der Bremsbänder und sonstwas dann ewig in deinem Getriebe rumschwimmen. So um die 60-80tkm sollte man sich da mal drum kümmern. Oder wie der aufgeklärte VW Fahrer es nennen würde "Wenn man das Auto doch bis in den 6 stelligen Kilometerbereich bewegen/behalten will."

  • Hi, ja würde auch sagen liegt an der Fahrweise, da die AT8 meistens noch nicht viele km haben. Da keine Programme vorgewählt werden können, wurde es so gelöst. Wer durchtritt muss halt mit hohem Verbrauch leben. Versuch mal ob die normale Beschleunigung kurz vorm Kickdown reicht. Ich finde er zieht dann ordentlich durch und beim kurzen Lupfen des Gaspedals schaltet er auch gleich zurück.

    Grandland X, 1.2, AT8, Innovation, Auftragsbestätigung 02.12.2018, abgeholt am 27.02.2019

  • Hi! Der Grandland hat jetzt 8600km gelaufen. Wenn ich genau drauf achte wie ich mit dem Gaspedal arbeite, wird der Motor auch ruhiger. Ich's halt von meinem Ibiza Cupra gewohnt, das ich dank 320Nm aus dem Keller rausbeschleunigen kann, ohne die Gänge wechseln zu müssen. Der Grandland ist halt auch mit 180PS und 250Nm untermotorisiert und braucht halt Drehzahl um die Fuhre anzuschieben. Bestes Automatikgetriebe was ich bisher erlebt habe war das ZF 6HP19 in unserem 1er BMW.

  • Bin den Benziner noch nicht gefahren, aber die 250NM liegen zumindest schon bei ca 1800 Umdrehungen an - aber normal müsste der den meisten "Schub zwischen" 1800 und 3500 U/min bringen.


    Das der kleinere Motor mit mehr Gewicht nicht die Fahrleistungen wie der Cupra bringen kann ist auch klar, und die 8-Gang kommt ja eigentlich von nem 3,5L V6 mit 350NM...

  • Der Grandland ist halt auch mit 180PS und 250Nm untermotorisiert und braucht halt Drehzahl um die Fuhre anzuschieben. Bestes Automatikgetriebe was ich bisher erlebt habe war das ZF 6HP19 in unserem 1er BMW.

    Ich würde GLX 1,6er in der heutigen Zeit nicht als untermotorisiert bezeichnen.
    Er hat ja auch recht wenig Gewicht.
    Man sollte natürlich Äpfel mit Äpfel vergleichen.
    Wenn ich mein AMG Brabus als vergleich heran ziehen mit 1250Nm....hinkt der vergleich schon ein wenig. :D